Rußrindenkrankheit: Vorsicht, aber keine Panik ist angesagt

04.03.2019
Rußrindenkrankheit an Altbaum abheilend

Umweltamt berät

Seit Tagen ist anfänglich in den örtlichen und inzwischen auch überregionalen Medien die Rußrindenkrankheit am Ahorn ein beliebtes Thema geworden. Bilder mit Atemschutzmasken in Verbindung mit Begriffen wie „Katastrophe“ und „Seuche“, „Lungenschäden“ und „Erstickungsanfällen“ kommen in die Medien. Dies hat offenbar auch Auswirkungen in der Stadt Gießen. Im städtischen Umweltamt kommen Anrufe aus der Bürgerschaft an, die ihre „giftigen“ Ahornbäume fällen wollen, Anfragen von Eltern, die ihre Kinder nicht mehr in den Garten lassen, weil der Nachbar einen Ahorn hat und besorgte Kindergärtnerinnen, die eine Untersuchung der Bäume fordern.

Der Baumsachverständige Hinrich Lüttmann vom städtischen Umweltamt rät zur Besonnenheit. Er klärt auf, dass es sich bei der Rußrindenkrankheit um einen Pilz handelt mit wissenschaftlichem Namen Cryptostroma corticale. Der Pilz ist aus Nordamerika durch den globalen Handel hierher gelangt und seit ca. 10 Jahren in Deutschland vor allem an Bergahorn festzustellen. Von diesem Pilz geht normalerweise keine Gefahr aus, wenn man nicht mit oder an solchem Holz arbeitet. Allergiker und besonders empfindliche Menschen sollten sich allerdings von kranken Bäumen fernhalten. Ferner schädigt der Pilz gern vorgeschädigte und unterständige Bäume und kann besonders junge Bäume auch zum Absterben bringen.

Der Forstfachmann rät dazu, die oftmals wertvollen Bäume nicht ohne Prüfung zu fällen und bietet seine Hilfe zur Beratung ausdrücklich an. Man erreicht ihn unter umweltamt@giessen.de oder 0641 306-2108.







 

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