Eigentümer von Grundstücken müssen Bewuchs zurückschneiden

06.08.2018
Heckenschnitt

Die Stadt Gießen hatte Anfang Juli über erforderliche Rückschnitte des Bewuchses entlang von Privatgrundstücken, der öffentliche Verkehrsflächen beeinträchtigt, informiert. Mit Ende der Sommerferien weist das Tiefbauamt nun erneut auf die Verpflichtung der Grundstückseigentümer hin, den auf öffentliche Verkehrsflächen überstehenden Bewuchs bis zur Grundstücksgrenze zurückzuschneiden.  Da die Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit wichtig ist, droht, falls die Anwohner dieser Aufforderung nicht nachkommen, eine kostenpflichtige Ersatzvornahme. Das heißt: Im Falle der Nichterfüllung bei wiederholter Aufforderung gegenüber dem Grundstückseigentümer wird die Stadt den Grünrückschnitt selbst veranlassen und stellt diese Kosten dem betreffenden Eigentümer in Rechnung.

Um solche Handlungen zu vermeiden, bittet die Stadt Gießen erneut um Beachtung und Umsetzung des Rückschnitts auf das Lichtraumprofil:

Skizze eines Lichtraumprofils für Gehölzrückschnitt

 

Auch Grundstückseigentümer sind für die Verkehrssicherheit auf Straßen-, Rad- und Gehwegen mitverantwortlich. Wenn Hecken, Sträucher und Bäume die Grenzen der Privatgrundstücke verlassen und sich im öffentlichen Straßenraum ausbreiten, kann dies zu unzumutbaren Behinderungen für Passanten führen. Darauf weist Stadtrat Peter Neidel hin und bittet Grundstückseigentümer darum, die Situation vor ihrem Grundstück zu prüfen und gegebenenfalls zu handeln. Generell gilt: Die Sicht darf nicht behindert und der öffentliche Straßenraum nicht eingeengt werden. Verkehrszeichen sollen nicht verdeckt und die Straßenbeleuchtung nicht eingeschränkt werden. Denn all das führt unbeabsichtigt zu Gefahrenlagen, die im Zweifel auch Grundstückseigentümer verantworten müssen. Konkret gibt es dafür auch Richtwerte (siehe Bild): Bei öffentlichen Verkehrsflächen muss der Luftraum über der Fahrbahn mindestens bis 4,50 Meter, über Rad- und Gehwegen bis mindestens 2,50 Meter Höhe von überhängenden Ästen und Zweigen freigehalten werden. Von März bis Oktober gilt allerdings die Schonzeit für Hecken und Gebüsche. In dieser Zeit ist bei Rückschnitten besonders darauf zu achten, ob sich Tiere in den Gehölzen niedergelassen haben. Deren Lebensgrundlage darf nicht zerstört werden. Ein Form- und Pflegeschnitt, also das Zurückschneiden der jährlich austreibenden Zweige, ist auch während der Schonzeit erlaubt. Dennoch sollte vor dem Schnitt geprüft werden, ob sich ein bewohntes Nest im Gehölz verbirgt.







 

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