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Aktuelles & Wissenswertes


Ein JA zu Gießen: Darum Erstwohnsitz anmelden

Wann muss ich meinen Wohnsitz anmelden?

Sobald ich in eine Wohnung oder ein Zimmer ziehe, habe ich mich innerhalb von zwei Wochen bei der örtlichen Meldebehörde (Stadtbüro, Rathaus) anzumelden. Sich nicht anzumelden ist offiziell eine Ordnungswidrigkeit und kann mit einem Bußgeld geahndet werden.

Erstwohnsitz vs. Zweitwohnsitz (offizielle Bezeichnung: Hauptwohnsitz vs. Nebenwohnsitz)
Die Entscheidung, ob ich einen Erst- oder Zweitwohnsitz anmelde, richtet sich danach, wie viele Tage im Jahr ich an meinem jeweiligen Wohnort verbringe. An dem Ort, an dem ich die meiste Zeit bin, melde ich meinen Erstwohnsitz an. In der Regel ist für jeden Studierenden, der nicht konsequent jedes Wochenende, sowie die kompletten Semesterferien nach Hause pendelt, der Studienort der Erstwohnsitz.

Welche Vorteile hat die Stadt von einem Erstwohnsitz?

Nur pro Erstwohnsitz erhält die Stadt eine entsprechende Zuweisung. Dieses Geld fließt in das Stadtbudget, von dem beispielsweise öffentliche Einrichtungen und Dienstleistungen wie Theater, Sportplätze, Schwimmbäder, Straßen, Plätze, Radwege, öffentliche Verkehrsmittel, sowie anderen kulturelle und soziale Angebote erhalten und ausgebaut werden. Mit meinem Zweitwohnsitz kann ich diese Angebote natürlich ebenso nutzen, aber auf Dauer fehlt der Stadt dann natürlich das Geld, dieses Angebot auch zu erhalten. 

Zweitwohnsitzsteuer
In vielen Städten gibt es eine Zweitwohnsitzsteuer um die fehlenden Zuwendungen auszugleichen. Auch in Gießen wurde sie 2014 eingeführt.

mehr Informationen zur Anmeldung

Was bringt mir persönlich ein Erstwohnsitz?

Kosten
Die An- bzw. Ummeldung meines Erstwohnsitzes ist kostenlos. Auch Änderungen bei der früheren Heimatgemeinde werden automatisch von der neuen Behörde übernommen. Bei der Änderung meines Zweitwohnsitzes (Umzug, Studienortswechsel, etc.) muss ich daran denken, diesen selbst ab- oder anzumelden. Wohnt man nicht mehr an einem Ort, an dem man mit Zweitwohnsitz gemeldet ist, kann es das sogar als Ordnungswidrigkeit geahndet werden.

Adresse
Neue Wohnung, neue Adresse. Dabei sollte ich trotz eventuellem Nachsendeauftrag die wichtigsten Institutionen wie Banken, Versicherungen, etc. über meine Ummeldung informieren, insbesondere, wenn ich meinen Erstwohnsitz ummelde. 

Wahlen
Nur an meinem Hauptwohnsitz darf ich auch wählen. 

Ausweise & Dokumente
Alle wichtigen Ausweis und Dokumente (Finanzamt, Ordnungsamt, Arbeitsamt, etc.) bekomme ich bei den örtlichen Behörden meines Hauptwohnsitzes.

GEZ
GEZ muss jeder bezahlen, unabhängig, ob Haupt- oder Nebenwohnsitz.

Auto
Mit der Ummeldung meines Hauptwohnsitzes muss ich in der Regel auch mein Auto ummelden und bekomme ein neues Nummernschild. Die Höhe der Kfz-Versicherung variiert je nach Regionalklasse. Hier kann es zu unterschiedlichen Preisen kommen. Gießen ist dabei in den regionalen Kfz-Versicherungsklassen sehr günstig eingestuft.
Nur mit einem Erstwohnsitz habe ich jedoch auch das Recht einen Anwohnerparkausweis zu bekommen.

Versicherungen
Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Rentenversicherung und Lebensversicherung sind unabhängig vom Wohnsitz.

Steuer
Steuerliche Vergünstigungen für mich oder meine Eltern aufgrund meiner Ausbildung sind nicht davon abhängig, ob ich mit Haupt- oder Nebenwohnsitz bei meinen Eltern gemeldet bin.
Doch wenn nachgewiesen wird, dass ich als Kind zu Ausbildungswecken auswärtig untergebracht bin, erhöht sich der Ausbildungsfreibetrag: Bei volljährigen Kindern kann dieser Beitrag bis zu 924 Euro sein. Habe ich meine Hauptwohnung in Gießen angemeldet, kann ich damit den Nachweis erbringen, dass ich auswärtig untergebracht bin.

Kindergeld
Für Kindergeldansprüche hat der Wohnsitz keine Bedeutung.

Haftpflichtversicherung
Bei der Haftpflichtversicherung sind Studierende aus dem Inland in der Regel bis 25 oder 27 Jahren mit den Eltern mitversichert, egal wo der Hauptwohnsitz ist. Entscheidend sind da eher die jeweiligen AGB.


Der Film zum Erstwohnsitz

Änderungen im Melderecht 2015

Das Bundesmeldegesetz ersetzt ab dem 1. November 2015 das bisherige Melderechtsrahmengesetz. Damit steht erstmalig eine bundeseinheitliche Rechtsgrundlage für die Arbeit der Meldebehörden zur Verfügung.

Landesrechtliche Regelungen zum Meldewesen können die Länder nur noch in dem nach dem Bundesmeldegesetz zugelassenen Umfang erlassen. Die Bundesländer haben ihre bisherigen Landesmeldegesetze an das Bundesmeldegesetz angepasst bzw. aufgehoben und Ausführungsgesetze zum Bundesmeldegesetz erarbeitet.

Nachfolgend erhalten Sie einen Überblick über die wichtigsten Änderungen:

Meldefrist (§17 BMG)

Mitwirkung des Wohnungsgebers (§ 19 BMG)

Speicherung des Wohnungseigentümers bzw. des Wohnungsgebers (§ 3 Absatz 2 Nummer 10 BMG)

Erfüllung der allgemeinen Meldepflicht (§ 23 BMG)

Abmeldung der Nebenwohnung in der Meldebehörde der Hauptwohnung (§ 21 Absatz 4 BMG)

Auslandsanschrift (§ 3 Absatz 1 Nummer 12 BMG)

Datenübermittlungen zwischen den Meldebehörden (§ 33 BMG)

Datenübermittlungen an öffentlich-rechtliche Religionsgesellschaften (§ 42 BMG)

Einfache Melderegisterauskunft (§ 44 BMG)

Zweckbindung der Melderegisterauskunft (§ 47 BMG)

Automatisierte Melderegisterauskunft (§ 49 BMG)

Schutzwürdige Interessen der betroffenen Person (§ 8 BMG)

Auskunft an die betroffene Person (§ 10 BMG)

Auskunftssperren (§ 51 BMG)

Bedingter Sperrvermerk (§ 52 BMG)

Meldefrist (§17 BMG)
Neu ist die Regelung, dass die Frist zur Anmeldung nicht wie bisher 1 Woche beträgt, sondern 2 Wochen. 

Mitwirkung des Wohnungsgebers (§ 19 BMG)
Die Regelung ist neu und verpflichtet den Wohnungsgeber, bei der An- und Abmeldung mitzuwirken.
Der Wohnungsgeber oder eine von ihm beauftragte Person hat künftig der meldepflichtigen Person den Einzug oder den Auszug schriftlich oder elektronisch innerhalb der in § 17 Absatz 1 oder 2 BMG genannten Fristen mittels einer Wohnungsgeberbescheinigung zu bestätigen. Die meldepflichtige Person hat die Bestätigung des Wohnungsgebers bei der Anmeldung vorzulegen (siehe § 23 Absatz 1 Satz 1 BMG).

Speicherung des Wohnungseigentümers bzw. des Wohnungsgebers (§ 3 Absatz 2 Nummer 10 BMG)
Der Name und die Anschrift des Eigentümers der Wohnung und, wenn dieser nicht selbst Wohnungsgeber ist, auch den Namen und die Anschrift des Wohnungsgebers sind zu speichern, um zu prüfen, ob die von der meldepflichtigen Person gemachten Angaben richtig sind, und zur Gewährleistung der Auskunftsrechte in § 19 Absatz 1 Satz 3 und § 50 Absatz 4 BMG.

Erfüllung der allgemeinen Meldepflicht (§ 23 BMG)
Mit dem Inkrafttreten des Bundesmeldegesetzes wird das teilweise in den Ländern schon vorhandene Verfahren des vorausgefüllten Meldescheins bundesweit eingeführt. Es handelt sich um ein automatisiertes Verfahren, mit dem die Zuzugsmeldebehörde in die Lage versetzt wird, bei der Wegzugsmeldebehörde die nach § 3 Absatz 1 Nummer 1 bis 18 BMG gespeicherten Daten im Wege eines automatisierten Verfahrens anzufordern.
Weitere Einzelheiten werden in § 4 Absatz 1 der neuen 1. BMeldDÜV geregelt. Nach dem 1. Mai 2018 ist die Verwendung des vorausgefüllten Meldescheins in allen Ländern Pflicht. In Nordrhein-Westfalen ist es ab dem 1. November 2015 verpflichtend.
Mit dem Inkrafttreten des Bundesmeldegesetzes wird das teilweise in den Ländern schon vorhandene Verfahren des vorausgefüllten Meldescheins bundesweit eingeführt. Es handelt sich um ein automatisiertes Verfahren, mit dem die Zuzugsmeldebehörde in die Lage versetzt wird, bei der Wegzugsmeldebehörde die nach § 3 Absatz 1 Nummer 1 bis 18 BMG gespeicherten Daten im Wege eines automatisierten Verfahrens anzufordern.
Weitere Einzelheiten werden in § 4 Absatz 1 der neuen 1. BMeldDÜV geregelt. Nach dem 1. Mai 2018 ist die Verwendung des vorausgefüllten Meldescheins in allen Ländern Pflicht. In Nordrhein-Westfalen ist es ab dem 1 November 2015 verpflichtend.

Abmeldung der Nebenwohnung in der Meldebehörde der Hauptwohnung (§ 21 Absatz 4 BMG)
Die meldepflichtige Person hat der Meldebehörde bei jeder An- oder Abmeldung mitzuteilen, welche weiteren Wohnungen im Inland sie hat und welche Wohnung ihre Hauptwohnung ist. Sie hat jede Änderung der Hauptwohnung innerhalb von zwei Wochen der Meldebehörde mitzuteilen, die für die neue Hauptwohnung zuständig ist.
Zieht die meldepflichtige Person aus einer ihrer Nebenwohnungen im Inland aus und bezieht keine neue Wohnung, so hat sie dies der Meldebehörde mitzuteilen, die für die alleinige Wohnung oder die Hauptwohnung zuständig ist.

Auslandsanschrift (§ 3 Absatz 1 Nummer 12 BMG)
Die Meldebehörden dürfen künftig beim Wegzug eines Einwohners in das Ausland auch die Zuzugsanschrift im Ausland erfassen. Der Einwohner ist nicht verpflichtet, die Auslandsanschrift anzugeben.

Datenübermittlungen zwischen den Meldebehörden (§ 33 BMG)
§ 33 Absatz 3 BMG regelt unter anderem die Fortschreibung von Daten. Neu ist, dass, soweit bei einer meldepflichtigen Person Daten zum gesetzlichen Vertreter (§ 3 Absatz 1 Nummer 9 BMG), zum Ehegatten oder Lebenspartner (§ 3 Absatz 1 Nummer 15 BMG) oder zu minderjährigen Kindern (§ 3 Absatz 1 Nummer 16 BMG) gespeichert sind, die außerhalb der Zuständigkeit der Meldebehörde gemeldet sind, die für diese Personen zuständige Meldebehörde unverzüglich im Wege der Fortschreibung zu unterrichten ist.

Datenübermittlungen an öffentlich-rechtliche Religionsgesellschaften (§ 42 BMG)
Mit dem Inkrafttreten des Bundesmeldegesetzes werden künftig die Daten der Mitglieder der Evangelischen Kirche Deutschlands und der Römisch-Katholischen Kirche im Standard OSCI-XMeld übermittelt.

Einfache Melderegisterauskunft (§ 44 BMG)
Die einfache Melderegisterauskunft darf künftig nicht für Zwecke der Werbung und/oder des Adresshandels verwendet werden, es sei denn, es liegt eine Einwilligung der betroffenen Person vor. Sofern die Melderegisterauskunft für gewerbliche Zwecke benötigt wird, ist der gewerbliche Zweck anzugeben.
Die rechtswidrige Erlangung und zweckwidrige Verwendung der erlangten Daten sind bußgeldbewehrt.

Zweckbindung der Melderegisterauskunft (§ 47 BMG)
Es wird eine strikte Zweckbindung für Auskünfte zu gewerblichen Zwecken eingeführt. Diese Auskünfte dürfen nur für die angegebenen Zwecke verwendet werden. Daneben besteht wie bisher eine Zweckbindung für erweiterte Melderegisterauskünfte, Gruppenauskünfte und Daten, die trotz bestehender Auskunftssperre beauskunftet worden sind, weil eine Gefährdung der betroffenen Person ausgeschlossen werden kann.

Wenn der jeweilige Zweck erfüllt ist, sind die Daten vom Datenempfänger zu löschen. Sie dürfen nicht für Zwecke der gewerbsmäßigen Anschriftenermittlung vom Datenempfänger wiederverwendet werden (Verbot des Adresspooling).

Die zweckwidrige Verwendung von Melderegisterauskünften für gewerbliche Zwecke oder einer erweiterten Melderegisterauskunft oder einer Gruppenauskunft bzw. die Wiederverwendung der Daten ist bußgeldbewehrt.

Automatisierte Melderegisterauskunft (§ 49 BMG)
Die bisher nach § 21 Absatz 1a Satz 2 MRRG bestehende Möglichkeit, Widerspruch gegen den automatisierten Abruf von Meldedaten durch private Stellen einzulegen und eine entsprechende Übermittlungssperre eintragen zu lassen, ist mit dem Bundesmeldegesetz entfallen. Für den automatisierten Abruf gilt die Protokollierungspflicht nach § 40 BMG.


Schutzwürdige Interessen der betroffenen Person (§ 8 BMG)
Die aufgrund des bisherigen § 6 MRRG für Betroffene bestehende Möglichkeit, Auskünften, die offensichtlich zum Zwecke der Direktwerbung eingeholt werden, zu widersprechen und im Melderegister eine diesbezügliche Übermittlungssperre eintragen lassen zu können, entfällt.
Für Auskünfte zum Zwecke der Werbung und des Adresshandels gilt künftig die Regelung des § 44 Absatz 3 Nummer 2 BMG, wonach die einfache Melderegisterauskunft für Zwecke der Werbung oder des Adresshandels nur zulässig ist, wenn der Betroffene in die Übermittlung für jeweils diesen Zweck ausdrücklich eingewilligt hat.

Auskunft an die betroffene Person (§ 10 BMG)
Das Auskunftsrecht der betroffenen Person erstreckt sich künftig bei automatisierten Abrufverfahren (§§ 38, 49 BMG) auch auf die Arten der übermittelten Daten und deren Empfänger. Dies gilt nicht, wenn die abrufende Stelle eine Sicherheitsbehörde nach § 34 Absatz 4 Satz 1 BMG ist. Grundlage für die Auskunftserteilung bilden die Protokolldaten nach § 40 BMG.

Auskunftssperren (§ 51 BMG)
Mit dem Inkrafttreten des Bundesmeldegesetzes geht bei der Bearbeitung von Auskunftssperren eine stärkere Differenzierung zwischen Auskunftssperren, die auf Antrag oder von Amts wegen im Melderegister einzutragen sind, einher.

Durch § 34 Absatz 5 BMG erfolgt nunmehr die Klarstellung, dass eine Auskunftssperre nach § 51 Absatz 1 BMG auch auf Veranlassung von den Polizeibehörden des Bundes und der Länder, Verfassungsschutzbehörden des Bundes und der Länder, des Bundesnachrichtendienstes, des Militärischen Abschirmdienstes und des Zollfahndungsdienstes von Amts wegen eingetragen wird. In diesen Fällen hat die Meldebehörde künftig stets die betroffene Person und die veranlassende Stelle über jedes Ersuchen um Übermittlung von Daten zur betroffenen Person unverzüglich zu unterrichten (§ 34 Abs. 5 BMG).

Für den Fall, dass die Melderegisterauskunft nicht erteilt werden kann, erhält die oder der Anfragende eine neutrale Antwort, die keinen Rückschluss darauf zulässt, ob zu der betroffenen Person keine Daten vorhanden sind oder eine Auskunftssperre besteht.

Die im Melderegister eingetragenen Auskunftssperren müssen dahingehend überprüft werden, ob die Auskunftssperre auf Veranlassung einer Sicherheitsbehörde eingetragen wurde. Hierzu müssen, soweit sich dies nicht bereits aus dem bei der Meldebehörde geführten Vorgang ergibt, entsprechende Prüfungen durchgeführt werden und ggf. Nachfragen bei der betroffenen Person und/oder einer seinerzeit die Auskunftssperre veranlassenden Stelle veranlasst werden.

Die Auskunftssperre wird im Melderegister bundeseinheitlich für die Dauer von zwei Jahren ab Eintragungsdatum gespeichert. Sie kann -wie auch schon bisher - auf Antrag oder von Amts wegen verlängert werden. Die betroffene Person ist vor der Aufhebung der Sperre hierüber zu unterrichten, sofern sie erreichbar ist.
Ist die Sperre auf Veranlassung einer der o.g. Sicherheitsbehörden eingetragen worden, ist diese anzuhören, sofern die betroffene Person nicht erreichbar ist.

Bedingter Sperrvermerk (§ 52 BMG)
Die neue Bestimmung dient der Wahrung der schutzwürdigen Interessen von Personen, die in einer der in § 52 BMG bezeichneten Einrichtungen wohnhaft gemeldet sind.
Ähnlich wie bei dem Vorhandensein einer Auskunftssperre, führt die Eintragung eines bedingten Sperrvermerks zu einer besonderen Prüfpflicht der Meldebehörde, bevor eine Auskunft ggf. erteilt wird. Die Meldebehörde ist von Amts wegen nur dann verpflichtet, einen bedingten Sperrvermerk im Melderegister zu speichern, wenn ihr bekannt ist, dass es sich bei der Anschrift, unter der eine meldepflichtige Person gemeldet ist, um eine der o.g. Einrichtungen handelt.

Eine Ermittlungspflicht der Meldebehörden wird durch die Regelung nicht begründet. Eine Auskunftserteilung an private Personen oder Stellen erfolgt nur, wenn - ähnlich wie bei dem Vorliegen einer Auskunftssperre – nach Anhörung der/des Betroffenen eine Beeinträchtigung schutzwürdiger Interessen ausgeschlossen werden kann.

Die Eintragung eines bedingten Sperrvermerks verhindert allerdings nicht, dass der entsprechende Datensatz im Wege des automatisierten Abrufverfahrens an andere öffentliche Stellen übermittelt werden kann.

Wichtige Informationen für Reisen in die USA

USA-Reisende ohne Visum müssen sich bis spätestens 72 Stunden vor Abflug über das Online-System ESTA (Electronic System for Travel Authorization) registrieren. Weitere Informationen und den Link zur Registrierung finden Sie in einer Mitteilung des Auswärtigen Amtes:

Kindereinträge im Reisepass der Eltern ab dem 26. Juni 2012 ungültig

Aufgrund europäischer Vorgaben ergibt sich im deutschen Passrecht eine wichtige Änderung: Ab dem 26. Juni 2012 sind Kindereinträge im Reisepass der Eltern ungültig und berechtigen das Kind nicht mehr zum Grenzübertritt. Somit müssen ab diesem Tag alle Kinder (ab Geburt) bei Reisen ins Ausland über ein eigenes Reisedokument verfügen. Für die Eltern als Passinhaber bleibt das Dokument dagegen uneingeschränkt gültig.

Das Bundesinnenministerium empfiehlt den von der Änderung betroffenen Eltern, bei geplanten Auslandsreisen rechtzeitig neue Reisedokumente für die Kinder bei ihrer zuständigen Passbehörde zu beantragen. Als Reisedokumente für Kinder stehen Kinderreisepässe, Reisepässe und - je nach Reiseziel - Personalausweise zur Verfügung.

Hintergrundinformationen

Die Änderung ergibt sich unmittelbar aus der Verordnung (EG) Nr. 444/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 28. Mai 2009 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 2252/2004 des Rates über Normen für Sicherheitsmerkmale und biometrische Daten in von den Mitgliedsstaaten ausgestellten Pässen und Reisedokumenten (EU-Passverordnung). Hintergrund ist das in der EU-Passverordnung aus Sicherheitsgründen verankerte Prinzip "eine Person - ein Pass", das EU-weit bis zum 26. Juni 2012 umzusetzen ist und von der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) empfohlen wird. Aufgrund der zehnjährigen Gültigkeitsdauer von Reisepässen können sich Dokumente mit (ab dem 26. Juni 2012 ungültigem) Kindereintrag aber noch bis Ende Oktober 2017 in Umlauf befinden.

Insofern wird empfohlen, bei geplanten Auslandsreisen rechtzeitig neue Reisedokumente für die Kinder bei der zuständigen Passbehörde zu beantragen. Als Reisedokumente für Kinder stehen Kinderreisepässe, Reisepässe und ggf. - je nach Reiseziel - Personalausweise zur Verfügung.

Dies gilt auch für Reisen innerhalb der Europäischen Union bzw. für den sogenannten "Schengen-Raum". Auch wenn in diesem Gebiet die Grenzkontrollen ausgesetzt sind, entbindet dies die Reisenden nicht von der Pflicht ein gültiges Dokument mitzuführen.

 

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