Gewerbestandort


Gewerbe (Einnahmeverbesserung)
  1. Gewerbeansiedlung (keine neuen Märkte sondern Industriebetriebe)
  2. Industrieansiedlung
  3. Mehr Industrie u. Gewerbe ansiedeln
  4. Weiteres Gewerbe einwerben, mehr Geschäfte statt Erhöhung
  5. Als Standort für Industrie attraktiv machen
  6. Industrie ansiedeln (mehr Steuereinnahmen)
  7. Industrieansiedlungen erleichtern z. B. Firmen, die im Umweltschutz o. alternativen Energien produzieren
  8. Unterstützung der Ansiedlung neuer Firmen
  9. Gewerbeansiedlung
  10. Verstärkte Wirtschaftsförderung zur Ansiedlung v. Unternehmen mit neuen Arbeitsplätzen
  11. Gießen für Industriegewerbe anziehender machen
  12. Mehr Industrie ansiedeln (Steuereinnahmen u. Arbeitsplätze)
  13. Ansiedlung von produzierendem Gewerbe forcieren, dadurch höhere Gewerbesteuereinnahmen
  14. Förderung von Unternehmensansiedlungen
  15. Industrie ansiedeln, besser auf Geschäftsbetriebe eingehen, deren Wünsche berücksichtigen
  16. Rep. Industrieansiedlung
  17. Wirtschaft ansiedeln
  18. Unternehmen-Ansiedlungen der durch Ausschöpfung der GI-Vorteile (Uni, Lage,Grundstücke ehem. Militärgelände)
  19. Bessere Startup-Förderung Ansiedlung von mehr Zukunftstechnologiebetrieben
  20. Ansiedlung von Gewerbe (s. Wiesecker Werkzeugvermietung die wurden vertrieben)
  21. Gewerbebetriebe ansiedeln
  22. Erhöhung der Gewerbesteuer i. d. Anzahl d. Ansiedlungen durch besser strukturierte Gewerbeplanung auch im Warenhausbereich
  23. Langfristige Bindung großer Unternehmen an die Stadt Bevölkerungsbindung durch bessere Betreuungsangebote Verbreitung der Einnahmebasis d. Ansiedlung (langfristig) v. klein- u. mittelgroßen Unternehmen, keine Konzernableger
  24. Ansiedlung v. Industrie auf leerstehenden Militärflächen
  25. Belegung v. Freiflächen (Schiffenberger Tal) auch bei Konkurrenzsituationen (Toom etc.) bevor die Geschäfte nach Linden, Heuchelheim usw. gehen
  26. Verstärkte Anwerbung produzierendes Gewerbe
  27. Ansiedlung von Betrieben, die Menschen beschäftigen
  28. Gegenmaßnahmen zu Firmensitzverlagerungen prüfen
  29. Wenn überhaupt möglich, Gewerbesteuer von Filialisten die nicht in der Stadt ansässig sind
  30. Auf das Geld von Sommerlad verzichten u. einen IKEA bauen. Gießen liegt genau zwischen Siegen u. Frankfurt. Das wäre genauso wie der „Kentucky“ gewinnbringend.
  31. Gewerbeflächen sinnvoll vermieten um mehr kaufkräftigen Leuten die Stadt schmackhaft zu machen, kleine feine Läden ansiedeln lassen u. nicht nur Ketten. Gießens Innenstadt hebt sich nicht ab, lockt nur mit Läden, die es überall gibt!

Antwort

Wir geben dem Grundtenor der Vorschläge recht: Es ist das Bestreben der Stadt Gießen, ein attraktiver Gewerbestandort für möglichst viele Gewerbebetriebe aus den verschiedensten Branchen zu sein und Arbeitsplätze zu sichern bzw. neu anzusiedeln. Neben einer ganzen Reihe an gewerblichen Baulücken stehen hierfür auch größere städtische Flächenpotenziale, z.B. in den Gebieten Rechtenbacher Hohl und Europaviertel zur Neuansiedlung oder für Betriebserweiterungen zur Verfügung. Zudem werden derzeit größere künftige Gewerbeflächen, wie der Bereich der Fa. Gail und das US-Depot auf dem Markt angeboten. Die Grundstückspreise, die die Stadt bietet, sind aufgrund der guten verkehrlichen Lage, der jeweiligen Standortlage und der vorhandenen guten Infrastruktur nicht zu hoch. Aufgrund des Überangebotes an Gewerbeflächen in einer regionalen Betrachtung werden aber auch durch Umlandgemeinden sehr niedrige Grundstückspreise angeboten, die in Konkurrenz zum städtischen Angebot stehen.
Dennoch werden für die verschiedensten Branchen Grundstücke vorgehalten. Vom Logistikgrundstück über bahnaffines Gewerbe, die einen Gleisanschluss benötigen, bis zu kleineren Grundstücken für Handwerksbetriebe besteht in Gießen ein großes Gewerbegrundstücksportfolio. Auf die jeweiligen Unternehmensentscheidungen zur Ansiedlung in Gießen hat die Stadt ansonsten nur sehr geringe Einflussmöglichkeiten. Die städtischen Wirtschaftsförderungsaktivitäten setzen hier an und bearbeiten zwei zentrale Themen: Bestandspflege ansässiger Unternehmen und Neuansiedlung von Unternehmen. Hierzu gehört i.d.R. sowohl die Fördermittelberatung als auch die Vermittlung von passenden Gewerbeflächen. Darüber hinaus ist es der Stadt Gießen ein großes Anliegen, Existenzgründungen in Gießen sehr intensiv zu begleiten.

Es gibt zahlreiche städtische Aktivitäten, die Neuansiedlungen fördern und Unternehmen an die Stadt binden sollen. Dies gilt generell für alle Unternehmen unabhängig von Ihrer Branchenzugehörigkeit. Zusätzlich werden Branchen mit besonders guten Entwicklungschancen gezielt gefördert. Dazu gehören die Medizinwirtschaft in ihrer gesamten Breite, aber auch Industrien wie die Mess- und Regeltechnik und in Verbindung hierzu unternehmensbezogene Dienstleistungen. Da die Stadt Gießen mit der Justus-Liebig-Universität und der Technischen Hochschule Mittelhessen über hervorragend qualifizierte Arbeitskräfte, hohe wissenschaftliche Kompetenzen und effektiv arbeitende Technologietransfereinrichtungen verfügt, sind die Voraussetzungen für wissensbasierte Unternehmen besonders gut.

Zur Bindung ansässiger Unternehmen gehört grundsätzlich eine entsprechende Infrastruktur (Breitband, Erweiterungsflächen, Vernetzungsmöglichkeiten, Verkehrsanbindung, Attraktivität für Fachkräfte). Hier werden Konzepte erarbeitet und mit den entsprechenden städtischen Stellen abgestimmt. Sehr erfolgreich ist gerade das Projekt „Breitbandversorgung der unterversorgten Ortsteile“ abgeschlossen worden. Ein anderes Projekt kümmert sich um die Willkommenskultur für in- und ausländische Fach- und Führungskräfte. Hier gibt es nun eine Willkommens-Lotsin und vielfältige Informationen. Auch der Übergang Schule-Beruf ist ein Thema der städtischen Wirtschaftsförderung – unsere Unternehmen benötigen passende Auszubildende, um ihren Fachkräftebedarf zu decken.
Um neue Unternehmen für die Stadt zu gewinnen, ist die kontinuierliche Verbesserung der Standortfaktoren, die auch für ansässige Unternehmen relevant sind, notwendig. Um Unternehmen auf den Standort aufmerksam zu machen, gibt es verschiedenste Marketingmaßnahmen wie z. B. die Präsentation des Wirtschaftsstandortes auf Immobilien- und anderen Messen, eine Gewerbeflächenbörse (auch online) oder Publikationen in verschiedenen Medien.
Eine herausragende Bedeutung für die Unterstützung von Unternehmen hat die Servicequalität der städtischen Wirtschaftsförderung. Wichtig ist hier die prompte Bearbeitung von Anfragen und kurzfristige Terminmöglichkeiten, die interne Vorabstimmungen bei Investitionsvorhaben, die Kooperation mit anderen Wirtschaftsförderungen, Hochschulen und Transfereinrichtungen, Verbänden und Institutionen in Gießen und der Region Mittelhessen und insgesamt eine Lotsenfunktion für Unternehmen im Behördendschungel.

Auf die Vermietung von Geschäften an Filialisten kann die Stadt keinen Einfluss nehmen. Dies ist Angelegenheit der Eigentümer. Als Kommune können nur die planerischen Möglichkeiten der Festlegung von für Einzelhandel zulässigen Standorten wahrgenommen werden. Durch das Einzelhandels- und Zentrenkonzept für die Stadt Gießen mit der Festlegung von schützenswerten Einzelhandelsbereichen und der Liste der zentrenrelevanten Sortimente sind die Rahmenbedingungen für die weitere attraktive und erfolgreiche Einzelhandelssicherung und –weiterentwicklung gegeben.

Gleichwohl wäre ein Einfluss auf den Branchenmix begrüßenswert. Inhabergeführte Fachgeschäfte mit innovativen, individuellen Geschäftskonzepten bereichern das Profil und steigern die Attraktivität von Innenstädten. Dem Ziel des verbesserten Branchenmix haben sich auch die vier BIDs (Business Improvement Districts) in der Gießener Fußgängerzone verschrieben, und es sind stellenweise bereits positive Entwicklungen sichtbar.

 

Tourismus (Einnahmeverbesserung)
  1. Dauerhafte Aktivierung des Fremdenverkehrs (mehr gefächertes Angebot)
  2. Tourismus fördern
  3. Förderung des Tourismus
  4. Tourismus fördern – z. B. mit einem jährlichen Festival
  5. Tourismus fördern – Rad- u. generell Wanderwege
  6. Effektiveres Stadtmarketing
  7. Einen Freizeitpark bauen! (Riesengelände beim Admiral alter Flugplatz, geht von Wieseck bis Buseck) dann kommen Besucher von überall her u. es bringt wieder Arbeitsplätze.
  8. Preisgünstige/kostenlose Parkflächen ausweisen (belebt den Handel i. d. Innenstadt/bringt somit mehr Steuereinnahmen)
  9. Einrichten eines echten Reisemobilstellplatzes in der Lahnaue, dadurch erhöht sich die touristische Aufmerksamkeit u. d. Einnahmen steigen, s. wissenschaftl. Ausarbeitung „Spur der Freiheit“ Rainer Krüger Dolde Medien Verlag

Antwort

Grundsätzlich führt die Förderung von Tourismus zum einen zu einer Imagesteigerung und damit zu einem guten Klima, zum anderen befruchtet Tourismus die lokale Wertschöpfung, weil unterschiedliche Zweige wie Hotellerie, Gastronomie, Einzelhandel vom Ausgabeverhalten eines auswärtigen Besuchers profitieren. Mit der Tourismusförderung ist die Gießen Marketing GmbH betraut, die mit ihrer Abteilung Tourist-Information und in Zusammenarbeit mit den betroffenen Akteuren Konzepte und Angebote entwickelt.
Als unmittelbarer Lahn-Anrainer profitiert Gießen direkt und indirekt vom Lahntal-Tourismus, der die Kernthemen Radwandern, Kanuwandern und (seit Herbst 2012) auch Wandern beinhaltet. Daneben gilt es ein eigenes städtisches Profil zu entwickeln und Nischen zu besetzen. Hierbei setzt die Gießen Marketing u. a. auf die Themenwelt „Wissenschaft erleben“ und Gießens bereits vorhandene Stärke als Ziel für Klassenfahrten und –ausflüge.
Während Gießen für Tagesgäste durchaus attraktiv ist, wäre eine Steigerung des Übernachtungstourismus mit mehrtägigen Aufenthalten nur durch zusätzliche Impulse – etwa in der Hotellerie und in der Freizeit- und Kulturwirtschaft - realisierbar. Letztere bedürfen aber privatwirtschaftlicher Investitionen und können nicht aus der öffentlichen Hand getragen werden.
Ein großer Freizeitpark im Bereich der Wieseck und dem ehem. US-Depot ist aufgrund der Schutzgebiete (Vogelschutzgebiet, FFH-Gebiet, Landschaftsschutzgebiet), dem Fortbestand des Segelflugplatzes und der geplanten gewerblichen Nutzungen im US-Depot nicht möglich. Die geplante Nachfolgenutzung im US-Depot wird langfristig sicherlich deutlich mehr Gewerbesteuer und Arbeitsplätze einbringen als ein flächenintensiver Freizeitpark.
Preisgünstige bzw. kostenlose Parkplätze könnten aufgrund des bereits sehr großen und kaum auszubauenden Einzelhandels-Einzugsgebiet nur sehr geringfügig die Umsätze des Einzelhandels steigern. Eine erhebliche zusätzliche Einnahme von Gewerbesteuern ist damit nicht verbunden. Die angemessene Erhöhung von Parkgebühren hilft der Stadt dagegen deutlich mehr und wird deshalb auch weiter verfolgt. Wichtigster Grund hierfür ist: Parkraumbewirtschaftung sorgt dafür, dass der wenige öffentliche Parkraum von vielen Kurzparkern genutzt werden kann. Wir haben keine freien Flächen für kostenfreie Parkplätze und müssen eher dafür sorgen, dass die bestehenden Parkhäuser genutzt werden.
Vier Wohnmobilstellplätze wurden vor einigen Jahren durch die Stadtwerke bewusst auf dem Parkplatz vor dem Schwimmbad an der Ringallee ausgebaut, um einen attraktiven Standort auch für Nutzung der innerstädtischen Gastronomie und sonstigen Angeboten zu bieten. Einnahmen sind keine zu erzielen. Es können nur Stromkosten abgerechnet werden. Wohnmobile können natürlich auch auf Campingplätzen (z.B. in Kleinlinden) unterkommen.