Mountenbike-Strecke Schiffenberg

Auf dem Schiffenberg darf weiterhin Mountainbike gefahren werden. Das allerdings nur noch in einem bestimmten Gebiet, zu bestimmten Öffnungszeiten sowie unter Verantwortung der RSG Gießen und Wieseck. Das sind die wesentlichen Eckpunkte, die auf eine Bürgerbeteiligung im letzten Jahr zurückgehen.

Diese Punkte wurden in einer Bürgerinformationsveranstaltung am 8.11.2012 im Gießener Konzertsaal rund 60 Bürgerinnen und Bürgern präsentiert. „Die Bürgerbeteiligung zum Mountainbiken am Schiffenberg war ein Musterbeispiel der Bürgerbeteiligung. Wir sind ergebnisoffen in die Beteiligung, wir haben den Betroffenen und Interessierten zugehört, und haben im Zuge eines konstruktiven Dialogs mit den Mountainbikern eine Vereinbarung erarbeitet. Diese haben wir dann nicht einfach unterschrieben, sondern noch einmal der Öffentlichkeit vorgestellt“, beschrieb Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich das Verfahren. Demnach hatte die Stadt nach der Bürgerbeteiligung im November letzten Jahres fast ein Jahr lang mit den am Schiffenberg Bikenden das Gespräch gesucht und im Konsens eine Lösung erarbeitet. Gegen diese erhob sich in der Diskussion kein Widerspruch, so dass einer Unterzeichnung nun nichts mehr im Wege steht.

Das Thema Mountainbiken sei auch ein exzellenter Beleg dafür, in welchen vielschichtigen Bereichen Bürgerbeteiligung praktiziert werde. Diese reiche von Beteiligungsveranstaltungen zu Aufwertungsvorhaben in der Nordstadt im Zuge der Landesgartenschau, über Informationsveranstaltungen über Bauvorhaben im Bereich der Sachsenhäusener Brücke, bis zur Namensgebung der „Nordstadtbrücke“, wobei hiermit nur die Beteiligungen aus 2012 umschrieben seien. „Ich finde es wichtig, dass die Bürger zu städtischen Vorhaben gehört werden“, begründete Weigel-Greilich den enormen Aufwand, der dem zugrunde läge.

Ein Punkt war Weigel-Greilich bei dem Mountainbike-Kompromiss besonders wichtig. Demnach sei in der Vergangenheit auch in Gebieten gefahren worden, die aus Naturschutzsicht bedenklich gewesen wären. Mit der getroffenen Vereinbarung gehe es darum, den Mountainbikesport zu lenken. „Statt dem Fahren in ökologisch wichtigen Bereichen, bieten wir nun eine alternative Fläche. Es ist völlig unrealistisch zu denken, dass man das Mountainbiken im Wald einfach verbieten kann. Außerdem haben Mountainbiker, wie andere Nutzer auch, ein Recht auf den Wald, solange das ohne größere Beeinträchtigungen geschieht“, so Weigel-Greilich. Demnach bekundet Weigel-Greilich: „Eine zentrale Vorraussetzung war für mich, dass ein externes Gutachten die ökologische Unbedenklichkeit dieser Fläche am Schiffenberg festgestellt hat“.