(v. l. ) Dr. Peter Stumpf (timm), Dr. Thomas Niemann (Hessen Biotech), Dr. Iris Stallkamp (timm), Prof. Dr. Jörg Vienken (Fresenius Medical Care)
© timm 
Clustermanagement „timm“ und die Aktionslinie Hessen-Biotech luden zur ersten Hessen-Medtech-Lounge ins Mathematikum nach Gießen ein

Regierungspräsident, Dr. Lars Witteck: „Die Entstehung visionärer Ideen setzt in der Regel kreatives Denken voraus“ 

Am 12. November fand im Mathematikum in Gießen die erste Hessen-Medtech-Lounge als Kooperationsveranstaltung der Aktionslinie Hessen-Biotech und dem Mittelhessen-Cluster für Medizintechnik timm statt. Im Rahmen der Veranstaltung nutzten rund 80 Gäste aus Wissenschaft, Industrie, Politik und Verwaltung die Gelegenheit, über die Zukunft der Medizintechnik zu diskutieren.

„Die Region Mittelhessen partizipiert mit einem überdurchschnittlich hohen Anteil von Unternehmen an der Medizinwirtschaftsbranche, die über das Clustermanagement „timm“ mit den hiesigen Hochschulen und dem deutschlandweit drittgrößten Uniklinikum vernetzt werden, um die Entwicklung neuer Produktideen durch Kooperation zu unterstützen“, sagte der Gießener Regierungspräsident Dr. Lars Witteck zur Begrüßung der Teilnehmer.

Hessen ist längst eine der tragenden Säule der deutschen Medizintechnikbranche. Dies bestätigen auch die Zahlen der aktuellen Studie zur Medizintechnik in Hessen, die Roland Berger Strategy Consulting im Auftrag des hessischen Wirtschaftsministeriums erstellt hat. Die Ergebnisse wurden im Rahmen der Hessen-Medtech Lounge von Dr. Thomas Niemann, Leiter der Aktionslinie Hessen-Biotech der Fachöffentlichkeit präsentiert. Die Zahlen sprechen für sich: 20.000 Beschäftigte in 1.100 Unternehmen mit einem Umsatz von über 4 Milliarden Euro. Lediglich in den großen Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg liegt der Umsatz der Medizintechnik-Branche höher. „Seit der letzten hessischen Branchenstudie aus 2006 konnten insbesondere Forschungsintensive kleine und mittelständische Medizintechnik-Unternehmen bei Umsatzwachstum und Mitarbeiterzahlen zulegen“, erläuterte Niemann.

Um Innovationen und Visionen der Medizintechnik-Branche ging es auch im anschließenden Impulsvortrag von Professor Jörg Vienken (Fresenius Medical Care). „Die demographische Entwicklung macht Innovationen in der Medizintechnik geradezu unverzichtbar“, erklärte Professor Vienken. Sein Vortrag malte zahlreiche Visionen neuartiger Technologieentwicklungen an den Horizont: Von miniaturisierten Systemen über Neuroprothesen bis zur nichtinvasiven Sensortechnik. Sein Fazit war eindeutig: „You cannot control what you cannot measure!“

„Mittelhessen mit seinen innovativen KMUs aus der Medizintechnikbranche, aber ganz besonders mit dem bundesweit drittgrößten Universitätsklinikstandort, sowie zukunftsorientierten Forschungsinstituten ist geradezu prädestiniert Hessen als Medizinregion weiter voran zu bringen und Visionen Realität werden zu lassen“, so Dr. Stumpf, Leiter des Clustermanagements timm und Geschäftsführer der TransMIT GmbH.

„Mittelhessen wird auch weiterhin kräftig daran arbeiten, die Bedingungen für die Entwicklung neuer oder sogar visionärer Produktideen weiter zu verbessern.“, resümierte der Regierungspräsident.
12.11.2012 
Quelle: timm - Technologie & Innovation Medizinregion Mittelhessen