timm - FörderungEine Fördersumme in Höhe von 70.000 Euro überreichten kürzlich das mittelhessische Regionalmanagement und sechs weitere regionale Institutionen in Form eines symbolischen Schecks an das Clustermanagement timm (Technologie & Innovation Medizinregion Mittelhessen). Regierungspräsident Dr. Lars Witteck erklärte in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Regionalmanagements: "Die Unterstützung einer unbestrittenen Zukunftsbranche durch ein Cluster, das Wirtschaft und Wissenschaft vernetzt, ist aktive Wirtschaftsförderung. timm hilft durch die Initiierung von gemeinsamen Projekten, aus Ideen Produkte werden zu lassen. So entstehen Arbeitsplätze und Wertschöpfung für unsere Region".

Dr. Iris Stallkamp, eine von zwei hauptamtlichen Clustermanagerinnen bei timm, ist "Kümmerer" und vermittelt Ideen: "Unser Ziel ist es, Ergebnisse der Wissenschaftler an den Hochschulen weiter zu entwickeln, um daraus in Projekten mit Unternehmen konkrete Produkte zu entwickeln." Während Stallkamp für Pharma und Lifescience zuständig ist, betreut ihre Kollegin Christina Eckhardt den Bereich Medizintechnik und erklärt: "timm hilft auch bei der Beschaffung von Fördermitteln. Seit der Gründung im Jahr 2007 bis 2011 ist es uns gelungen, für 16 Projekte über sieben Millionen Euro nach Mittelhessen zu holen. Die Spanne der von uns betreuten Projekte reicht von der Luftqualität in Operations-Räumen bis zum Monitoring von Beatmungsgeräten", so die Clustermanagerin.

Neben der Betreuung der Unternehmen ist der Wissensaustausch untereinander ein Anliegens des Clusters: dieser wird bei Fachveranstaltungen und breit angelegten Foren gefördert. Auch die Außenvertretung der Region gehört zu den Aufgaben: durch timm ist Mittelhessen bei den Deutschen Biotechnologietagen in Frankfurt am Main am 9. und 10. Mai präsent und nimmt seit der Gründung auf dem Hessischen Gemeinschaftsstand an der weltweit wichtigsten Medizintechnikmesse MEDICA teil. Um diese Aktivitäten sowie den Kontakt mit den Mitgliedern auszuweiten, wurde das bislang dreiköpfige timm-Team im März 2012 mit Annette Mench verstärkt.

Diese Unterstützung des Standortes Mittelhessen wird durch die sieben Förderer von timm ermöglicht: Neben dem Regionalmanagement beteiligen sich mit jährlich 10.000 Euro die Universitätsstädte Gießen und Marburg, die Landkreise Gießen und Marburg-Biedenkopf und die Universitätsklinikum Gießen Marburg GmbH (UKGM). Angesiedelt ist das Clustermanagement an der der mittelhessischen Patentverwertungs-Agentur TransMIT GmbH, die timm ebenfalls mit 10.000 Euro pro Jahr unterstützt. Die Hauptfinanzierung übernimmt das Land Hessen im Rahmen seiner Clusterförderung aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Dass die Unternehmen den Nutzen des Clusters erkennen, zeigen die steigenden Mitgliederzahlen: "Mit den vier Neuen seit Januar 2011 hat timm 21 Mitglieder", erläutert Dr. Stallkamp. Die neuen Mitglieder sind die Berger Med GmbH (Gießen), DIOP GmbH & Co. KG (Rosbach), das Medizinische Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde des Universitätsklinikums am Standort Marburg und die Thomas Recording GmbH (Gießen). Warum sich ein Unternehmen am Cluster beteiligt, formuliert Wilhelm Sänger, Geschäftsführer der DRG Diagnostics GmbH aus Marburg so: "Durch das Netzwerk "timm" haben wir einen sehr guten Zugang zu anwendungsrelevanten Forschungsergebnissen aus den mittelhessischen Hochschulen. Für uns hat sich daraus eine vielversprechende Produktentwicklung in Zusammenarbeit mit einer Arbeitsgruppe der Uni Gießen ergeben, durch die wir auch einen neuen qualifizierten Mitarbeiter gewinnen konnten." Weitere Unternehmen können sich jederzeit am Cluster beteiligen.

"Die Medizintechnik ist eine Wachstumsbranche, auch in Mittelhessen", erklärt Dr. Peter Stumpf. Der Geschäftsführer der TransMit GmbH sieht in der präklinischen Forschung ein weiteres Zukunftsfeld: "Wir würden gerne dafür sorgen, dass Grundlagenergebnisse aus den Hochschulen noch besser für die Pharmaindustrie zugänglich gemacht werden. Vor allem in der Identifizierung von neuen Wirkstoffen gegen Krankheiten existieren teilweise noch große Lücken", so Stumpf. Um diese Perspektive zu verwirklichen, die vielen Menschen helfen kann, wird timm weitere Partner auf europäischer Ebene ansprechen.
 
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08.05.2012 
Quelle: MitteHessen e. V.