Logo IHKIn einer Analyse der IHK Gießen-Friedberg zeigt sich: Von den 33.237 Kleingewerbetreibenden im IHK-Bezirk Gießen-Friedberg sind 3228 ausländisch. Das ist rund jedes zehnte Unternehmen. 
  
Der Prozess der Globalisierung hat auch in Mittelhessen und im IHK-Bezirk Gießen-Friedberg zu einer verstärkten Internationalisierung geführt. Immer mehr Unternehmen in der Region sind international tätig und erwirtschaften einen Teil ihres Gewinns durch Handel auf den Weltmärkten. Die Exportquote im IHK-Bezirk liegt bei 30 Prozent, der Auslandsumsatz ist 2010 auf über fünf Milliarden Euro angestiegen.
 
Für die Unternehmen in der Region ist Internationalität ein fester Bestandteil ihres täglichen Geschäfts: Sie betreiben Handel auf den Weltmärkten und erwirtschaften Gewinne durch Exporte und Auslandsinvestitionen. Globalisierung zeigt sich jedoch nicht nur in den globalen Wirtschaftsbeziehungen der ansässigen Unternehmen, sondern findet auch in der Ansiedlung ausländischer Unternehmen direkt vor der eignen Haustür statt.
 
Die Region in Mittelhessen ist heute sowohl Standort von Niederlassungen internationaler Unternehmen, als auch neue Heimat nicht-deutscher Staatsangehöriger, die hier ein Gewerbe gegründet haben. Die unternehmerischen Aktivitäten ausländischer Mitbürger werden auch unter dem Begriff der ethnischen Ökonomie zusammengefasst. Deutschlandweit sind ethnische Ökonomien in nahezu allen Branchen vertreten. Ausländische Unternehmen und Selbständige tragen dabei nicht nur zur kulturellen Vielfalt der Region bei. Sie schaffen Arbeitsplätze und leisten einen wichtigen Beitrag zur Wertschöpfung sowie zur wirtschaftlichen Entwicklung und Dynamik der Gemeinden. 
 
Die Ansiedelung internationaler Unternehmen gibt damit Aufschluss über die Attraktivität des  Wirtschaftsstandorts. Im Zeitalter der Globalisierung stehen Standorte wie Unternehmen auch in einem globalen Wettbewerb. Nur wer attraktive Bedingungen bietet, kann Unternehmen und Arbeitsplätze sowie Erwerbstätige auf Dauer an die Region binden.
 
Mit Hilfe einer Analyse wurde nun von Seiten der IHK erarbeitet, welche Bedeutung der Bezirk der Industrie- und Handelskammer Gießen-Friedberg als Zielregion für internationale Unternehmen und Investoren hat. Im Fokus standen dabei die Struktur der ausländischen Unternehmen nach Herkunftsländern, Branchenzugehörigkeit und Beschäftigungseffekten. Auch die regionale Verteilung der ausländischen Unternehmen stand dabei im Fokus.
 
Die wichtigsten Ergebnisse der Studie im Überblick:

  • Von den 33.237 Kleingewerbetreibenden im IHK-Bezirk Gießen-Friedberg sind 3228 ausländisch. Das ist rund jedes zehnte Unternehmen.
  • Die meisten ausländischen Kleingewerbetreibenden kommen aus Polen, der Türkei und aus Italien.
  • Die häufigsten Nationalitäten unter den im Handelsregister eingetragenen Unternehmen sind die Schweiz, die USA, die Niederlande und Großbritannien.
  • 87 Prozent der untersuchten Unternehmen sind im Dienstleistungssektor tätig, zwölf Prozent im produzierenden Gewerbe, ein Prozent in der Land- und Forstwirtschaft.
  • Die wichtigsten Branchen ausländischer Unternehmen sind der Handel/die Reparatur und Instandhaltung von Kraftfahrzeugen, das Gastgewerbe und das produzierende Gewerbe zwölf Prozent. Zu beachten gilt, dass sich die Branchenschwerpunkte von Kleingewerbetreibenden und HR-Unternehmen teilweise stark unterscheiden.
  • Ausländische Unternehmen sind besonders stark im Wetteraukreis vertreten.

  
Die gesamten Ergebnisse finden Sie auf der Homepage der IHK Gießen-Friedberg unter www.ihkgifb.de/PUBLIKATION

 

28.02.2012 
Quelle: Industrie- und Handelskammer Gießen-Friedberg