Logo Landesgartenschau 2014Logo_landesgartenschau_4cBei zwei Veranstaltungen im November hat die Stadt Gießen mit den Grundstückseigentümern, deren Liegenschaften an die geplanten Landesgartenschau-Korridore angrenzen, über zukünftige Verschönerungsmaßnahmen beraten. Etwa 150 Eigentümer waren der Einladung der Stadt in den Konzertsaal des Rathauses gefolgt.

Wie Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich berichtet, gab es ein großes Interesse seitens der Eigentümer am Wieseck-, Innenstadt- und Nordstadtkorridor an den geplanten städtischen Investitionen. Verbindende Korridore seien bei Landesgartenschauen eher die Regel als die Ausnahme. Ziel sei die nachhaltige Aufwertung der Korridore etwa durch Begrünung, Farbe, Sitzgelegenheiten und Verbesserung der Funktionalität. Doch auch die temporäre Bespielung im Gartenschaujahr 2014 durch Veranstaltungen und Feste, Leitsysteme, Flaggen und Wimpel gehöre dazu. Weigel-Greilich appellierte an die Eigentümer, Verantwortung zu übernehmen und die Landesgartenschau als gemeinsames Projekt zu begreifen. Schließlich gebe es einen nachgewiesenen Zusammenhang zwischen Grünflächenzustand und Immobilienwerten.

Unterstützt wurde Weigel-Greilich durch Diplom-Ingenieur für Stadtplanung Oliver Buns vom Büro Landesgartenschau, der in einer Präsentation den Verlauf der drei Korridore detailliert darstellte, die dauerhaften und die eventbezogenen Funktionen beschrieb und viele positive Beispiele von anderen Landesgartenschauen anführte. Anschließend nahm Marko Fuhr die Anwesenden unter dem Motto "Durch Gießen führen interessante Wege" auf einen fotografischen Rundgang durch die Stadt, Resultat mehrerer Begehungen der Lokalen Agenda Gruppe "Korridore". Wunderschönen Aufnahmen, zum Beispiel vom grünen Band der Wieseck, standen Impressionen gegenüber, die Gießens "Potential nach oben" deutlich machten, wie sich Fuhr ausdrückte.

Danach nutzten viele der anwesenden Eigentümer die Gelegenheit, eigene Ideen und Anregungen zu geben. "Was wünschen Sie sich? - Was können Sie einbringen? - Welche Unterstützung benötigen Sie?", waren die Leitfragen der Diskussion. Insgesamt kamen rund 80 verschiedene Anregungen zusammen - sei es zum Thema Bepflanzung, Müll, Beleuchtung, Beschilderung und Sitzgelegenheiten. Mehrfach wurde auch Beratung seitens Gartenexperten gewünscht.

Wie Bürgermeisterin Weigel-Greilich berichtet, würden die Vorschläge jetzt auf Realisierungsmöglichkeiten geprüft. Die Stadt werde sich Gedanken darüber machen, Anreize für Private zu schaffen, sich zu engagieren, ähnlich wie es die Hessentagsstadt Wetzlar getan habe. "So erhoffen wir uns eine Hebelwirkung zum gemeinsamen Nutzen: der Verschönerung unserer Stadt", so Weigel-Greilich.

Als nächster Schritt sind zu Beginn des kommenden Jahres öffentliche Bürgerveranstaltungen geplant, die sich an alle Menschen richten, die entlang der Korridore leben und arbeiten. Wie Weigel-Greilich feststellte, sei bei den beiden Veranstaltungen ein großes Informationsbedürfnis seitens der Eigentümer und Bürger deutlich geworden. Nur wer aus erster Hand gut informiert sei, könne sich ein objektives Bild machen und die Chancen der Landesgartenschau erkennen.