Als Ärzteschreck dem Premierenprogramm des Gießener Medizinerkabaretts "elephant toilet" entsprungen, treibt Karl-Heinz Flescher als geborener Kleinstadt-Macho mit bestem hessischen Dialekt schon seit dem Frühjahr 2011 sein Unwesen.

Der passionierte Müßiggänger und Mitfünfziger bringt mittlerweile hauptberuflich nicht mehr nur die ihn behandelnden Mediziner zur Weißglut. Der bauchbetonte Licher-Freund mit dem Charme einer Melone erfüllte sich unlängst einen Jugendtraum und sang einen Song samt Video ein. Sogar "sei Mudder", bei welcher er noch immer unterm Dach haust, konnte er dazu bringen, extra für seinen ersten Hit zum Saxophon zu greifen.

Das Ergebnis präsentiert sich nun in Form einer Hommage an seine Heimatstadt: "Gießen, Du Wurst".

Möge ihm Liebig gnädig sein...

 

Datenschutzhinweis

Das Video wurde von der Plattform YouTube im erweiterten Datenschutzmodus eingebunden. Das bedeutet, es wird verhindert, dass YouTube Cookies für einen Nutzer speichert, der eine Website mit einem eingebetteten YouTube-Videoplayer mit erweitertem Datenschutz anzeigt, jedoch nicht auf das Video klickt, um die Wiedergabe zu starten. Zwar speichert YouTube unter Umständen Cookies auf dem Computer des Nutzers, nachdem er auf den YouTube-Videoplayer geklickt hat, es werden jedoch keine personenbezogenen Cookie-Informationen für Wiedergaben von eingebetteten Videos mit erweitertem Datenschutz gespeichert.

Elephant Toilet – Medizinerkabarett aus Gießen

Krankenhäuser, Arzt-Patienten-Interaktionen, Quacksalber und Halbgötter, Erfolge und Niederlagen in einem Kampf der letztlich immer verloren gehen wird – die moderne Medizin und ihre Arbeit in den Grenzbereichen des Lebens zeigt viele Symptome, die bei geeigneter Untersuchungstechnik nicht todernst, sondern lebenslustig auftreten. Tragik ist Komik in Spiegelschrift. Aus Aussichtslosigkeit keimt beim Perspektivenwechsel Hoffnung. Und lachen ist sowieso die beste Medizin.

2010 von vier Gießener Medizinstudenten ins Leben gerufen, denen Kreativität und Reflexion in ihrem Studiengang deutlich zu kurz kamen, verbreitete sich die Idee eines Medizinerkabaretts epidemisch auch unter den Kommilitonen. Heute findet sich unter dem Namen „elephant toilet“ ein passioniertes Bühnen-Ensemble samt Band, welches frech, witzig und politisch seine Zunft und deren Rahmenbedingungen diagnostiziert.

Als Studenten, Jungmediziner und Nachwuchsforscher durchleuchten sie ihren Alltag nach skurillen Absurditäten und täglicher Realsatire, um dann die gestellte Diagnosen dem Publikum zu eröffnen.

Dem privatisierten Uniklinikum beispielsweise wurde ein schweres Grundleiden mit schlechter Prognose attestiert.

Inzwischen haben mehr als 2.500 begeisterte Kollegen und Nicht-Mediziner die rund fünfzehn Mit-Elefanten bei den restlos ausverkauften Auftritten über die Kabarettbühnen schreiten gesehen. Die hierbei gemachten Erfahrungen möchten die Nachwuchs-Doktoren nun nutzen, um auch beim bundesweiten Studenten-Kabarettfestival "Ei(n)fälle" im Januar 2012 in Cottbus die Botschaft zu überbringen:

Nimm dein Leben nicht so ernst, du kommst da sowieso nicht lebendig raus!

Jakob Olbrich – elephant toilet