Gießener Tag der Regionen 2011Die Lokale Agenda 21 (LA21)-Frauengruppe Gießen

In der LA21-Frauengruppe haben sich Frauen aus unterschiedlichen Lebenskontexten zusammengetan, um sich gemeinsam für ein lebenswertes Gießen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung zu einzusetzen. Ins Leben gerufen wurde die Gruppe zu Beginn des Gießener Agenda21-Prozesses im Jahr 1997 von der damaligen Frauenbeauftragten der Stadt Gießen, Ulla Passarge. Viele der heute aktiven Frauen sind von Anfang an dabei, die Gruppe freut sich aber immer über Zuwachs.

"Wie wir alle in Gießen gut leben können, ohne dabei die Belange der Umwelt aus den Augen zu verlieren" - das war von Anfang an die Leitfrage in der LA21-Frauengruppe. Dabei sollen vor allem die Interessen von Frauen – als Mütter, als Berufstätige, als Konsumentinnen, als Bürgerinnen – in kommunalen Entscheidungsprozessen gestärkt und vertreten werden. So hat die Gruppe mehrere große Zukunftswerkstätten zur Stadtentwicklung veranstaltet und zur Indikatorenentwicklung des Gießener LA21-Prozesses beigetragen.

Tag der Regionen – wer weiter denkt, kauft näher ein. Das Engagement für ökologisch und sozial verträglichen Konsum war von Beginn an ein zentrales Thema der Gruppe. Im Jahr 2005 hat sich die Gruppe daher der bundesweiten Aktion "Tag der Regionen" angeschlossen und veranstaltet seitdem jedes Jahr an einem Samstag im Herbst auf dem Kirchenplatz den Gießener "Tag der Regionen", der in diesem Jahr am 24. September bei wunderschönem Herbstwetter stattgefunden hat. Mit breiter Beteiligung von Gießener Anbietern nachhaltiger Produkte und Dienstleistungen zeigt die Gruppe, dass zukunftsfähiger Konsum in der Region gut und genussvoll möglich ist. In diesem Jahr konnten sich die BesucherInnen z.B. beim Stand des Naturkostladens Klatschmohn überzeugen, dass das Umland eine überraschende Fülle an Obst und Gemüse zu bieten hat. Bei der Verbraucherzentrale Gießen gab es – unter anderem – Informationen über die Auswirkungen des Konsums auf das Klima und mit der Bienen-AG der Ostschule hat die nachwachsende Generation von NaturschützerInnen selbstgemachte Leckereien angeboten. Weiterhin beteiligt war der Weltladen Gießen, der Spieleladen Mikado sowie die Jugendwerkstatt Gießen, die mit dem Engagement für die Ausbildung von benachteiligten Jugendlichen und dem Gebraucht-Kaufhaus in vielerlei Hinsicht einen nachhaltigen Konsum ermöglicht.