Modell von Kindern gebaut im Rahmen des Gemeinschaftsprojekts der Lokale Agenda 21 und der JugendpflegeDie Lokale Agenda 21-Gruppe Natur- und Umweltschutz ist eine altersgemischte Gruppe mit unterschiedlichem Hintergrund, die sich aktiv für Natur- und Umweltschutz in der Stadt Gießen und Umgebung einsetzt. Dabei behalten die Mitglieder auch die sozialen und wirtschaftlichen Aspekte im Blick, ganz im Sinne der Nachhaltigkeit. „Wer Lust hat, sich mit Kopf, Herz und Hand für nachhaltigen Natur- und Umweltschutz, erlebbare Stadtnatur und eine nachhaltige Stadtentwicklung in Gießen zu engagieren, ist in unserer Gruppe richtig“, so die Sprecherin Mechthild Sörries. Neben kleineren Maßnahmen und Stellungnahmen zu Bauvorhaben beschäftigt sich die Gruppe schwerpunktmäßig mit drei Projekten.
 
„Torf-freies Gießen“ ist das neueste Projekt der Gruppe. Horst Dreier, zweiter Sprecher, nennt aktiven Klimaschutz und den Schutz der Tiere und Pflanzen, die auf den Lebensraum Moor angewiesen sind, als wesentliche Gründe für torf-freies Gärtnern. Signal soll eine torf-freie Landesgartenschau in Gießen sein. Damit kann demonstriert werden, dass Gärtnern ohne Torf im Klein- und Hausgarten ebenso wie im Garten- und Landschaftsbau erfolgreich möglich ist.
 
Der Naturerfahrungsraum „Altes Gebiet“ in der Weststadt ist ein weiteres Projekt. Seit 2006 engagiert sich die Gruppe für einen Natur- und Aktionsraum für Kinder und Jugendliche auf der Brachfläche. Die knapp 1 ha große Fläche in der Nähe der Jugendwerkstatt wurde schon mehrfach von Müll befreit. Dieses Jahr ist mit Hilfe der Jugendlichen die Fläche nach ihren Vorstellungen so umgestaltet worden, dass es sie in ihrer Freizeit in die Natur zieht. Die sozialen Einrichtungen vor Ort und die Stadt sind dabei wichtige Partner.
 Das Projekt „Biotopverbund Schiffenberger Tal“ bearbeitet die Gruppe seit 2004. Für ihr Engagement ist sie 2007 mit dem Gießener Umweltpreis ausgezeichnet worden. Wasserflächen in diesem Bereich sind in Zusammenarbeit mit Hessen Forst und den Schlammspringern gestaltet worden, um die Voraussetzungen für eine weitere Besiedlung mit feuchtigkeitsliebenden Tier- und Pflanzenarten zu verbessern. Seit der Umgestaltung untersucht und analysiert die Gruppe mit tatkräftiger Unterstützung Giessener Schulen die Entwicklung der Teiche.