Clustermanagement timm tritt in Verstetigungsphase ein 

Nach drei Jahren erfolgreicher Arbeit in seiner Gründungsphase macht das Clustermanagement für die Medizinwirtschaft in Mittelhessen den nächsten Schritt: die Verstetigungsphase bis 2013 wird genutzt, um die Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft, die Unterstützung konkreter Projekt- und Produktideen und die Vermarktung der Medizinregion weiter auszubauen. Eine gemeinsame Förderung ermöglicht dies, an der neben dem Land Hessen die Landkreise Gießen und Marburg-Biedenkopf, der Regionalmanagementverein MitteHessen, die Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH und die Universitätsstädte Gießen und Marburg beteiligt sind. Trägerin ist die TransMIT GmbH, die sich ebenfalls in der Förderung des Netzwerks engagiert.

Ziel des Clustermanagements timm – Technologie & Innovation Medizinregion Mittelhessen – ist es, die Unternehmen der Medizinbranche zu unterstützen, um neue Produkte und Arbeitsplätze zu schaffen: dies erfolgt durch Weiterbildungsangebote in der Reihe timm-MEDTECH und timm-PHARMA, Netzwerk-Veranstaltungen wie das timm-FORUM und Projektentwicklungsrunden wie timm-EXPERT und durch konkrete Unterstützung im Projektmanagement, in Zulassungsfragen und bei der Akquise von Fördermitteln.

Robert Fischbach, Landrat des Landkreises Marburg-Biedenkopf betont die Notwendigkeit des Clustermanagements: „Wir müssen bei der Vermarktung gemeinsam und als Region auftreten, damit wir wahrgenommen werden. Ich begrüße die Weiterführung von timm.“ Dem schließt sich der Gießener Stadtrat Harald Scherer, Dezernent für Schule, Wirtschaft, Brand- und Bevölkerungsschutz an: „Als Standort des ersten privatisierten Universitätsklinikums sind wir an einer Förderung der Zukunftsbranche Medizinwirtschaft sehr interessiert. Und dass timm hier erfolgreich arbeitet, zeigen die im Verbund eingeworbenen Projektmittel von über 6,7 Mio. EUR und die daraus entstandenen Projekte.“

Drei Beispiele aus der Gründungsphase zeigen dies: So wurde in einer Gemeinschaftsarbeit von Netzhautchirurgen und Ingenieuren nach zwölfjähriger Entwicklungsarbeit die weltweit erste vollständig in das Auge implantierbare Sehprothese für Blinde erfolgreich bei Patienten eingesetzt. Forscher arbeiten daran, dass Medikamente über die Lunge genau dahin transportiert werden, wo sie benötigt werden. Mit der Marburger-Atem-Antwort-Messung (MATAM) hat das Schlafmedizinische Zentrum der Philipps-Universität Marburg in Kooperation mit regionalen Unternehmen ein Diagnoseverfahren zur Risikoabschätzung von nächtlichen Atmungsstörungen entwickelt.

Regierungspräsident a.D. Wilfried Schmied, Vorsitzender des Vereins MitteHessen ist überzeugt, dass eine Unterstützung von timm zur Förderung solcher Projekte geeignet ist: „Innovationen braucht den richtigen Boden, um zu wachsen. timm bereitet diesen Boden bei uns in Mittelhessen.“ Anita Schneider, Landrätin des Landkreises Gießen ergänzt: „Die Medizinwirtschaft ist eine wachsende Branche. Hier zu investieren ist für uns eine gute Anlage, die sich nicht nur in Beschäftigung, sondern auch im positiven Image bezahlt macht.“ „Einen wichtigen Beitrag für die Region erarbeitet timm besonders dadurch, dass in Zusammenarbeit mit TransMIT systematisch Vorschläge zur verbesserten Konzeption des „Transferstandortes Mittelhessen“ erarbeitet werden, auch um gut ausgebildete Arbeitskräfte in der Region zu halten“, betont Dr. Peter Stumpf, Geschäftsführer der TransMIT GmbH, bei der die Clusterinitiative angesiedelt ist. Egon Vaupel, Oberbürgermeister der Universitätsstadt Marburg erklärt: „timm ist ein Beleg dafür, dass die Zusammenarbeit in Mittelhessen funktioniert.“ Vaupel, der stellvertretender Vorsitzender von MitteHessen ist, ergänzt: „Wir freuen uns darüber, dass sich zunehmend mehr Unternehmen als Mitglieder beim Clusternetzwerk timm engagieren, damit sich das Cluster langfristig selbst trägt.“

„Das Land Hessen trägt den größten Teil der auf drei Jahre angelegten Förderung aus Landesmitteln und Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)“, erklärt Clustermanager Dr. Andreas Weißflog, der seine Tätigkeit bei der TransMIT GmbH für die nächsten drei Jahre fortführen wird. „Über eine verstärkte Zusammenarbeit der Hochschulen mit der Wirtschaft, für die sich timm besonders einsetzt, können vorhandene Innovationspotenziale noch besser und vor allem schneller umgesetzt werden. Wir sind überzeugt, dass wir damit für die Medizinregion Mittelhessen noch viel erreichen können und werden“. Interessierte Unternehmen und Wissenschaftler finden die Kontaktdaten unter www.timm-mittelhessen.de

21.01.2011 
Quelle: Gemeinsame Presseerklärung der Träger von timm