Das Europaviertel

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Zukunftsorientierte Wirtschaftsförderung in Gießen

Das Gewerbe- und Dienstleistungsgebiet "Europaviertel" ist ein eindrucksvolles Beispiel für einen gelungenen Konversionsprozess und eine zukunftsorientierte Wirtschaftsförderung. Auf dem Gelände der ehemaligen Steuben-Kaserne wurde zielgerichtet eine beispielhafte Technologieinfrastruktur aufgebaut und damit der Grundstein zur Ansiedlung einer ganzen Reihe innovativer Unternehmen gelegt.

Dem entstehenden Europaviertel wurde das Thema "Technologiestandort" mit auf den Weg gegeben. Eine erhebliche Rolle spielten dabei die seinerzeit an vielen Wirtschaftsstandorten ausführlich diskutierten "endogenen Potentiale". Der Wirtschaftsstandort Gießen konnte dabei gewichtige Faktoren und unbestreitbare Stärken in die Waagschale werfen:

  • die besonders verkehrsgünstige Lage der Stadt in der Mitte Deutschlands und Europas mit schnellem Zugang zu allen wichtigen Verkehrswegen,
  • die Existenz zweier Hochschulen mit überwiegend natur- bzw. ingenieurwissenschaftlicher Ausrichtung und insgesamt rund 27.000 Studenten,
  • die Präsenz von Einrichtungen zum Technologietransfer wie z.B. das Transferzentrum Mittelhessen und die TransMIT Gesellschaft für Technologietransfer mbH,
  • die starke Nachfrage von Unternehmen aus Gießen, dem Umland und auch darüber hinaus.

Der Norden und Westen der ehemaligen Kaserne sind mit einem Industriestammgleis erschlossen und bieten Ansiedlungsmöglichkeiten für verkehrsintensive Unternehmen. Der gesamte Südosten des Areals ist dem Bereich der neuen Technologien vorbehalten.

Stadt Gießen, Landkreis Gießen, kommunale Kreditinstitute, Unternehmen aus der Region sowie die Industrie- und Handelskammer Gießen-Friedberg wurden – in unterschiedlichen Zusammensetzungen - ab 1995 aktive Gesellschafter in privaten Unternehmen wie der TransMIT Gesellschaft für Technologietransfer mbH oder der Technologie- und Innovationszentrum Gießen GmbH (TIG GmbH), die alle in ehemaligen Gebäuden der Bundeswehr im Europaviertel gegründet wurden und noch ansässig sind. Die Existenz dieser Unternehmen "vor Ort" war bestimmender Faktor für die weitere Entwicklung des Europaviertels zu einem bedeutenden Technologiestandort. Heute ist dort eine ganze Reihe weiterer innovativer Unternehmen aus den Bereichen Biotechnologie, Pharmazie, Medizintechnik sowie der Informations- und Kommunikationstechnologie zu finden, die im Europaviertel beste Arbeitsbedingungen vorfinden. Bemerkenswert an dieser Entwicklung ist, dass oftmals Know-how der Hochschulen direkt in private Unternehmen eingebracht wurde.

Einen weiteren Aufschwung hat das Europaviertel durch die seit Januar 2000 für insgesamt sechs Jahre mögliche Unternehmensförderung mit Mitteln der Europäischen Union genommen. Das Hessische Strukturförderprogramm im Rahmen der Ziel-2-Förderung der EU bringt gerade für junge, kleine und mittlere Unternehmen mit innovativen Ansätzen – also die "Zielgruppe" des Europaviertels - nicht unerhebliche Zuschüsse für Investitionen oder Lohnkosten mit sich. Weitere interessante Förderprogramme mit Zuschüssen und verbilligten Krediten lassen sich hiermit kombinieren und machen Investitionen in Gießen und speziell am Technologiestandort Europaviertel attraktiv.

Innovative Medizintechnik-Firmen im Europaviertel - Beitrag im hessenjournal des hr-fernsehens am 12.11.2008

 

Europaviertel Luftaufnahme

Eingang Technologie- und Innovationszentrum Gießen

Foyer Technologie- und Informationszentrum Gießen

Unternehmensgebäude im Europaviertel

 

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