Georg Matzner, Leiter des Referates Technologiepolitik und -förderung im Hessischen Wirtschaftsministerium, besuchte in Begleitung zweier Referenten im Rahmen einer Informationstour durch Mittelhessen kürzlich das Technologie- und Innovationszentrum Gießen (TIG) im Gießener Europaviertel.  Neben dem allgemeinen Informationsaustausch mit der TIG GmbH stand die Einbindung des Technologiezentrums in das System wirtschaftsfördernder Einrichtungen in Mittelhessen im Vordergrund.  Das Ministerium möchte die Kontakte zu den Wirtschaftsförderern und den Unternehmen in der Region intensivieren. „Mir ist besonders wichtig, dass  die innovationsfördernden Einrichtungen eng und verzahnt zusammenarbeiten.  Nur so können wir das immense innovative Potenzial Mittelhessens künftig voll ausschöpfen.“, erläuterte Matzner.
  
Geschäftsführerin Antje Bienert und Stadtrat Harald Scherer in seiner Funktion als Vorsitzender der Gesellschafterversammlung stellten die erfolgreiche Arbeit der in der Anlaufphase vom Hessischen Wirtschaftsministerium geförderten TIG GmbH vor. Die Flächen im TIG sind derzeit ca. zu 96% belegt. „Die Unternehmen wissen zu schätzen, dass sie bei uns neben günstigen Büro und Laborflächen auch ein breites Zusatzangebot haben und sehr gute Netzwerkkontakte nutzen können“, erläuterte Bienert.  So gibt es auch gute Kontakte zur Wirtschaftsförderung der Stadt Gießen, die immer wieder Asnprechpartner für die TIG-Mieter ist, wenn es um Fragen zur Förderung oder Infrastruktur geht.  Anders als viele andere Technologiezentren benötigt die TIG GmbH im laufenden Betrieb keine Subventionen.

Der Branchenmix der zurzeit 69 Unternehmen im TIG reicht von zahlreichen Medizinwirtschaftsunternehmen  über Informationstechnologie und weitere technologieorientierte Themenfelder bis hin zu einem breiten Spektrum an Serviceunternehmen, vielfach noch selbst in der Gründungsphase.  Neben klassischen Servicedienstleistern wie Buchführungsbüros, Unternehmensberatungen und Werbeagenturen sind beispielsweise auch ein Übersetzungsbüro, ein Patentanwalt und eine Eventagentur Mieter im TIG. Exemplarisch für die Unternehmen im TIG nutzten die Alcedis GmbH und die medDV GmbH die Gelegenheit, ihre Produkte und Dienstleistungen zu präsentieren.

So erläuterte Geschäftsführer Carsten Rausch Entstehung und Entwicklung der medDV GmbH, die Dokumentations-Lösungen für den Rettungsdienst und für die Vernetzung zwischen Präklinik und Klinik anbietet. Die Geschäftsidee entstand während der aktiven Zeit der heutigen Geschäftsführer als Rettungsassistenten. „Mit unserem Datenerfassungs- und Dokumentationssystem werden die Patienten- und Behandlungsdaten von der Leitstelle über den Rettungseinsatz vor Ort bis hin zur Klinik erfasst und laufend ergänzt. Die Anwendung ist einfach und der Rettungsdienst spart wertvolle Zeit, die letztlich dem Patienten zu Gute kommt“, so Rausch.

Geschäftsführer Michael Lorsbach stellte im Anschluss die Alcedis GmbH vor, die – mit inzwischen ca. 50 Mitarbeiter/innen – überregional  Lösungen für Klinischen Studien, Klinische Systeme (z. B. Tumordokumentation) sowie Tumorkonferenzen und Bildbeurteilung anbietet. Fachlicher Schwerpunkt der Alcedis GmbH ist die Onkologie.  „Internationale Studien made in Germany – in Hessen – in Mittelhessen“  - so der Slogan der Alcedis GmbH, die den Standort nicht zuletzt aufgrund der Hochschulnähe und der damit verbundenen Verfügbarkeit qualifizierten Personals zu schätzen weiß.

Matzner war sehr an dem Austausch mit den Unternehmern interessiert und ließ sich im Anschluss noch die von medDV entwickelte Hardware NIDA zeigen. Er sicherte zu, zukünftig regelmäßig nach Mittelhessen zu kommen und den Kontakt zur TIG GmbH und zu den im TIG ansässigen Unternehmen zu vertiefen.

30.11.2010 
Quelle: Technologie- und Innovationszentrum Gießen GmbH (TIG)