(Ex-)Gießener über Gießen

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  • Karl Friedrich Bahrdt, 1771 - 1775 als Professor der Theologie an der Universität:
    "Gießen ist ein kleines Städtchen, in welchem man kein Dutzend recht schöner und moderner Häuser findet. Auf den Gassen ist Schmutz. Die Misthaufen liegen vor den Häusern. Keine Straße ist gerade. Die Wälle sind fast überall höher als die Häuser, daher die Stadt in ihren Wällen wie vergraben liegt, und der Mangel einer freien Circulation der Luft viel Gestank und ungesunde Düfte verursacht" (zitiert nach: Gießen 1248-1948. Siebenhundert Jahre Gießen in Wort und Bild. Gießen 1948).
  • Justus von Liebig, 1824 -1852 als Professor der Chemie an der Universität:
    "Wir arbeiteten, wann der Tag begann, bis zur sinkenden Nacht. Zerstreuungen und Vergnügungen gab es in Gießen nicht. Die einzigen Klagen, die sich stets wiederholten, waren die des Dieners, welcher am Abend, wenn er reinigen sollte, die Arbeitenden nicht aus dem Laboratorium bringen konnte.(...) An einer großen Universität, oder an einem größern Orte wären meine Kräfte zerrissen und zersplittert und die Erreichung des Zieles, nach dem ich strebte, sehr viel schwieriger, vielleicht unmöglich geworden; aber in Gießen konzentrierte sich alles in der Arbeit, und diese war ein leidenschaftliches Genießen." (Quelle: K. Esselborn (Hrsg.), Eigene biographische Aufzeichnungen von Justus v. Liebig. Gießen 1926).

Zeitgemäßere Ansichten von Studierenden und Absolventen heute:

  • M., Stud. Psychologie:
    "Gießen? Erster Eindruck: Ich will wieder nach Hause! Dann: Liebe auf den 2. Blick. Keine Massenuni, privates Klima, viele Kneipen, wunderschöne Umgebung. Ich bin gerne hier."
  • A, Dipl.-Biologin: "Ich wollte nach München, aber die ZVS hat mich nach Gießen geschickt. Das war ein Schock, ich wollte gleich wieder weg - und bin heute noch da. Durch die Studieneinführungswoche habe ich gleich Leute kennen gelernt, mit drei Leuten bin ich dann später auch gemeinsam in eine WG gezogen. Und vom Studium war ich begeistert, weil ich sehr an Naturwissenschaften interessiert bin und viel geboten bekam. In der Stadt ist immer was los. Gießen ist meine neue Heimat geworden und ich bin froh, dass ich nach dem Studium hier weiter leben kann, denn ich habe eine Stelle gefunden."
  • A., Stud. Ökotrophologie: "Ich hab' mir die Uni Gießen ganz bewusst ausgesucht. Das interdisziplinäre Studium und die interessanten Spezialisierungsmöglichkeiten haben mich hierher gelockt und ich wollte auch mal weg von zu Hause. Von hier bin ich dann zu einem Praktikum nach London und nach Kenia. Das war toll, aber ich hab' mich auch immer wieder auf zu Hause - Gießen - gefreut."
  • N, Stud. Humanmedizin: "Von Gießen aus kommt man schnell überall hin. Und fast vor der Haustüre ist viel Grün - das ist wichtig für mich und meinen Hund, weil wir täglich spazieren gehen. Das Klinikum gefällt mir, denn das sind nicht so riesige Kästen sondern hübsche kleinere Gebäude. Im Studium hab ich schnell Leute kennen gelernt und einige sind mir richtig ans Herz gewachsen. Und die Medizin macht hier sehr gute Forschung. Die sind bekannt."

 

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