Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Die positive Entwicklung auf dem heimischen Arbeitsmarkt lies es bereits vermuten – die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Kreis Gießen
ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Dies ist das Fazit der neuesten Strukturanalyse der Agentur für Arbeit Gießen.

Seit 2007 ist die Zahl der Arbeitsplätze um fast 2.300 gestiegen. Damit sind 84.296 Arbeitnehmer mit Arbeitsplatz im Kreis Gießen beschäftigt. Mit eingerechnet
sind dabei 28.517 so genannte „Einpendler“, mit Wohnort in einem anderen Landkreis. Auch diese Zahl ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Im Jahr 2007 waren es noch knapp 2.000 Arbeitnehmer weniger. Zwei von drei Beschäftigten wohnen und arbeiten im heimischen Kreis.

Auch die Zahl der „Auspendler“ ist im genannten Zeitraum gestiegen. Die Arbeitnehmer, die im Landkreis Gießen wohnen und in einem anderen Kreis arbeiten, erhöhten sich um rund 800 auf nun 26.600. Die Hauptrichtungen sind dabei der Süden und der Westen. 5.200 Beschäftigte pendeln täglich in den Lahn-Dill-Kreis. Dies ist ein klarer Zuwachs gegenüber den Vorjahren (Plus 300). Mit mehr als 9.500 Arbeitnehmern die in die Wetterau (4.800) und nach Frankfurt am Main (4.800) pendeln, ist hier ein leichter Rückgang zu verzeichnen (Minus 100).

Mehr als drei Viertel der Einpendler in den Kreis Gießen wohnen in den umliegenden Regionen. Fast 8.200 Arbeitnehmer kommen aus dem Lahn-Dill-Kreis und 4.500 aus dem Kreis Marburg-Biedenkopf. Einen starken Anstieg an Einpendlern ist aus dem Wetteraukreis zu verzeichnen. Hier stieg die Zahl seit 2007 um knapp 700 Arbeitnehmer auf nun 4.200. Hoch sind ebenso die Arbeitnehmerzahlen aus dem Vogelsbergkreis (3.600). Auch aus anderen Bundesländern pendeln Beschäftigte nach Gießen. So kommen zum Beispiel 1.317 Arbeitnehmer aus Nordrhein-Westfalen und 804 aus Bayern.