Pressemeldung der Justus-Liebig-Universität Gießen

Justus-Liebig-Universität Gießen ist Gründungspartner eines langfristig angelegten internationalen Forschungsnetzwerks der BASF SE

Mit einem Kick-off-Meeting in Ludwigshafen starteten die BASF und vier Partner am 11. August 2010 das Forschungsnetzwerk „Elektrochemie und Batterien“. Zu den akademischen Gründungsmitgliedern des Forschungsnetzwerks gehört Prof. Dr. Jürgen Janek vom Physikalisch-Chemischen Institut an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU). Mit dabei sind außerdem Prof. Doron Aurbach (BarIlan University, Israel), Prof. Petr Novák (Paul-Scherrer-Institut, Schweiz) und Prof. Dr. Hubert Gasteiger von der TU München.

Gemeinsam sollen langfristig grundlegende Fragestellungen zu Materialien, Komponenten und Systemen für die elektrochemische Energiespeicherung als Grundlage der Elektromobilität bearbeitet werden. Im Rahmen des Projekts werden die elektrochemischen Forschungsaktivitäten am Physikalisch-Chemischen Institut der JLU erheblich ausgeweitet.

An der JLU sind unter dem Dach des Laboratoriums für Materialforschung in Chemie und Physik mittlerweile mehrere Arbeitsgruppen im Bereich der Elektrochemie aktiv. Die wissenschaftlichen Projekte reichen von grundlegenden Fragestellungen der Elektrokatalyse und der Ionenleitung in nanoskaligen Materialien bis hin zu anwendungsnahen Fragen der Stabilität von Batterie- und Brennstoffzellkomponenten. In den letzten Jahren hat sich die Arbeit besonders im Bereich neuer Materialien für Energiespeichersysteme und der Entwicklung physikalisch-chemischer Modelle für Prozesse in diesen Materialien intensiviert. Elektrochemisches Know-How wird sowohl im Studiengang Chemie als auch im sehr erfolgreich laufenden Studiengang Materialwissenschaft der Fachgebiete Chemie und Physik vermittelt.

Die Arbeit im neuen Forschungsnetz der BASF wird von der Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Jürgen Janek getragen, der seit 1999 mit seinen Kollegen am Physikalisch-Chemischen Institut einen leistungsfähigen Forschungsschwerpunkt im Bereich der Elektrochemie und Grenzflächenchemie aufgebaut hat. Mit knapp 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Arbeitsgruppe an einer Reihe von Verbundprojekten zur Elektrochemie in Batterien beteiligt. Im Zentrum der Netzwerkprojekte werden die Untersuchung neuer Materialkonzepte für Batterien der nächsten Generation und das Verständnis für eine verbesserte Langzeitstabilität von elektrochemischen Energiespeichern stehen. „Als eines der wenigen Chemieunternehmen hat die BASF in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich elektrochemische Forschung betrieben“, so Prof. Jürgen

12.08.2010