Pressemitteilung der IHK Gießen-Friedberg

Das neue Ausbildungsjahr hat begonnen und bis zum Stichtag 30. September sind bei der IHK Gießen-Friedberg 2.257 neue Ausbildungsverträge registriert worden. Weitere Verträge werden bei einer Nachvermittlungsaktion am 16. November zustande kommen, zu der 120 Jugendliche eingeladen sind. Damit konnte die heimische Wirtschaft trotz Wirtschaftskrise und demografischem Wandel ihr gutes Ergebnis weitgehend halten. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Ausbildungsverträge mit vier Prozent zwar leicht zurückgegangen, doch liegt das Ergebnis noch deutlich über dem von 2007 und ist somit das zweitbeste der letzten 15 Jahre.

Mit dem diesjährigen Ergebnis liegt die IHK Gießen-Friedberg übrigens erneut nicht nur über dem hessischen Durchschnitt von minus neun Prozent, sondern auch über dem bundesdeutschen von minus 9,7 Prozent.
 
Jeder Schulabgänger muss qualifiziert werden
„Sechsmal in Folge konnten wir ein deutliches Plus an neu eingetragenen Ausbildungsverhältnissen gegenüber dem Vorjahr erreichen“, unterstreicht Elke Ehlen, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin und Leiterin des IHK-Geschäftsbereichs Aus- und Weiterbildung. „Dass es uns in diesem Jahr trotz großem Engagement nicht gelungen ist, liegt vor allem an der starken Abnahme der Ausbildungsstellenbewerber sowie an der Zurückhaltung der Arbeitgeber, in wirtschaftlich unsicheren Zeiten, neue Verträge zu schließen.“ Setze sich die Entwicklung sinkender Bewerber weiter fort, werde es für die Unternehmen immer schwieriger, passende Auszubildende zu finden. „Unser Ziel ist es, jeden Schulabgänger zu qualifizieren, um einem bevorstehenden Fachkräftemangel entgegen zu wirken“, sagte Elke Ehlen.
 
Alle Branchen betroffen
Der Bewerberrückgang zieht sich quer durch alle Branchen und betrifft sowohl die Wetterau als auch Gießen und den Vogelsberg. Gleiches gilt auch für den Rückgang an Stellenangeboten. Nach Berufsfeldern betrachtet, lag die Bewerberzahl in fast allen Kategorien über dem Angebot an Ausbildungsstellen. „Obwohl viele Unternehmen von der Wirtschaftskrise betroffen sind, kann sich die Zahl der registrierten Ausbildungsverträge durchaus als Erfolg werten lassen“, hob die stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführerin hervor. Elke Ehlen dankte allen Unternehmen für ihr anhaltendes Engagement und versprach, auch weiterhin alles dafür zu tun, vorhandene Ausbildungslücken zu schließen.