Die Voraussetzungen für die Erteilung einer Erlaubnis für die Haltung eines „gefährlichen Hundes“ liegen vor, wenn der Halter nachweist, dass 

  • er das 18. Lebensjahr vollendet hat,
  • er zuverlässig ist (Führungszeugnis),
  • er sachkundig ist (Sachkundebescheinigung),
  • er eine positive Wesensprüfung für den Hund hat (Wesenstest),
  • der Hund artgerecht gehalten wird und die erforderlichen Maßnahmen getroffen worden sind, damit von dem Tier keine Gefahren für Leben, Gesundheit, Eigentum oder Besitz ausgehen,
  • der Hund mit einem Chip gemäß § 12 HundeVO gekennzeichnet ist,
  • für den Hund eine Haftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme von pauschal mindestens 500.000,00 € abgeschlossen worden ist,
  • die bereits fällig gewordene Hundesteuer entrichtet worden ist.

Der Nachweis der Sachkunde muss gemäß §4 Abs. 4 HundeVO erst erbracht und die Wesensprüfung erst vorgenommen werden, wenn der Hund fünfzehn Monate alt ist, soweit er nicht vorher auffällig geworden ist oder einer Aggressionszucht entstammt. Bis dahin kann jeweils eine vorläufige Erlaubnis erteilt werden, wenn die übrigen Voraussetzungen erfüllt sind.

Für die in Gießen gehaltenen „gefährlichen Hunde“ ist der Antrag schriftlich beim Ordnungsamt, Berliner Platz 1, 35390 Gießen zu stellen.