Pressemitteilung der Helaba

Industrie sowie Bildung & Forschung sind die wirtschaftlichen Grundlagen Mittelhessens. Dies kommt auch in den jüngsten Zahlen zur regionalen Entwicklung zum Ausdruck: Mittelhessen weist im Zehnjahres-Zeitraum 1997 bis 2007 eine Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts von insgesamt 29 Prozent auf und liegt damit über dem Bundesdurchschnitt. Auch die benachbarten Länder Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen lässt die Region weit hinter sich. Für den Erfolg Mittelhessens ist die Bündelung seiner Stärken entscheidend.

Dabei haben die Hochschulen eine zentrale Bedeutung: Gießen ist eines der größten akademischen Zentren Hessens. Insgesamt arbeiten im Regierungsbezirk Gießen 21 Prozent der hessischen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten aus den Bereichen Forschung & Entwicklung sowie Erziehung & Unterricht. Diese Forschungs- und Wissensdichte begünstigt Unternehmensgründungen. Insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe entstehen viele neue Unternehmen. Wissen wird also direkt in die Wirtschaft transportiert. Dies ist besonders wichtig, da die mittelhessische Wirtschaftsstruktur industriegeprägt ist und Impulse benötigt, um sich im Wettbewerb der Regionen zu behaupten.

Nach dem dramatischen weltweiten Wirtschaftseinbruch im Herbst 2008 hat sich die deutsche Konjunktur seit dem zweiten Quartal 2009 wieder stabilisiert. Trotzdem dürfte das deutsche Bruttoinlandsprodukt 2009 um nahezu 5 Prozent schrumpfen. Für 2010 rechnen die Helaba-Volkswirte mit einem BIP-Wachstum von etwa 2 Prozent. „Aufgrund der starken industriellen Ausrichtung wird der Einbruch in Mittelhessen in diesem Jahr stärker ausfallen. Aber bereits für 2010 erwarten wir, dass Mittelhessen wieder überdurchschnittlich von der anziehenden Weltkonjunktur profitiert.“, erklärt Dr. Gertrud R. Traud, Chefvolkswirtin der Helaba Landesbank Hessen-Thüringen.

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