Im Rahmen der Kampagne „Forschung für die Praxis“ fördert das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst elf Projekte an den Fachhochschulen des Landes. An der FH Gießen-Friedberg fließen Mittel von insgesamt 175.000 Euro in drei Einzelprojekte und ein Verbundprojekt. Sie schnitt damit von allen Fachhochschulen am erfolgreichsten ab.

Die Einzelprojekte werden für ein Jahr mit jeweils 35.000 Euro unterstützt. Prof. Dr. Peter Czermak vom Gießener Fachbereich Krankenhaus- und Medizintechnik, Umwelt- und Biotechnologie (KMUB) wird an der „Implementierung eines Online-Messsystems zur Optimierung der Produktion von Baculoviren“ arbeiten. Die biotechnologische Forschung gehört zu den Schwerpunkten des Wissenschaftlers, der an der FH Geschäftsführender Direktor des Instituts für Biopharmazeutische Technologie ist.

„Energie aus Abwasser, Ermittlung der Potenziale und Erarbeitung der Rahmenbedingungen der Nutzung von Wärme aus Abwasser in Hessen“ lautet das Forschungsthema von Prof. Dr. Ulf Theilen (Fachbereich Bauwesen). Im Labor für Siedlungswasserwirtschaft und anaerobe Verfahrenstechnik untersucht der Ingenieurwissenschaftler neuartige Methoden der Energiegewinnung.

Prof. Dr. Ute Windisch und Prof. Dr. Stephanie Gokorsch werden sich mit der „Entwicklung eines Verfahrens zur Kultivierung und Standardisierung poikilohydrischer Bioindikatoren für die Umweltüberwachung von Schwermetalleinträgen“ befassen. Dabei führen die Wissenschaftlerinnen mit der Mikrobiologie und der Ökologie zwei fachliche Schwerpunkte des Fachbereichs KMUB zusammen.

In einem mit 70.000 Euro geförderten Verbundprojekt wird Prof. Dr. Klaus Behler vom Friedberger Fachbereich Mathematik, Naturwissenschaften und Datenverarbeitung gemeinsam mit Prof Dr. Thomas Schröder von der Fachhochschule in Darmstadt das „Dynamische Verhalten von Hochleistungskunststoffen für den Einsatz in der Medizintechnik“ untersuchen. Der Friedberger Physiker bringt dabei vor allem seine Forschungskompetenz auf dem Gebiet der Laser- und Messtechnik ein.

Auswahlkriterien für die Projekte waren unter anderem die Chancen einer späteren Einwerbung von Drittmitteln, der Innovationsgrad, die Transferrelevanz und die Nachhaltigkeit in Bezug auf künftige Aktivitäten in Forschung und Entwicklung.

Prof. Windisch (re.), Prof. Gokorsch (Mi.) und Frau Schmidt während der Arbeit im Labor