Wahlsystem

 Drucken Benutzerhilfe

 

Alle vier Jahre wählen die Bürgerinnen und Bürger den Deutschen Bundestag. Es stehen (Parteien-) Listen ("Zweitstimme") und Direktkandidatinnen und -kandidaten ("Erststimme") zur Wahl. Der Deutsche Bundestag wird ebenso wie der Hessische Landtag nach den Grundsätzen der personalisierten Verhältniswahl gewählt. Auf diese Weise sollen die Vorteile der beiden Wahlsysteme - der Mehrheitswahl und der Verhältniswahl - verbunden werden.

Mit der "Zweitstimme" wird eine Partei gewählt. Sie ist im Wege der Verhältniswahl entscheidend für die parteipolitische Zusammensetzung des Bundestags, da die 598 zu vergebenden Sitze proportional zu den errungenen Zweitstimmen auf die Parteien verteilt werden.
Die "Erststimme" wird für einen Kandidaten oder eine Kandidatin im jeweiligen Wahlkreis abgegeben. Somit nimmt der Wähler durch die "relative Mehrheitswahl", d. h. gewählt ist, wer die meisten Stimmen erhalten hat, auf die personelle Zusammensetzung der Fraktionen des Bundestags Einfluss. Deutschland ist in 299 Wahlkreise unterteilt, so dass die Hälfte der 598 Sitze mit den dort gewählten Direktkandidatinnen und -kandidaten besetzt wird.