Pressemitteilung der Qualifizierungsoffensive des Landkreises Gießen

Statt nur verkaufen Lösungen anbieten
Weiterbildungsnetzwerk der Medizinwirtschaft tagte 

In der Medizinwirtschaft geht es immer mehr darum, dem Kunden Lösungen anzubieten statt nur Geräte zu verkaufen. Derartige Einblicke in neue Vertriebsstrategien und "nutzen-orientiertes Qualitätsmanagement" bot die Eröffnungsveranstaltung des Weiterbildungsnetzwerkes Medizinwirtschaft im Technologie- und Innovationszentrum Gießen (TIG). Projektmanager Frank Roth begrüßte als Referenten zwei ausgewiesene Experten aus der Industrie. Mit seinem Vortrag über aktuelle Anforderungen an Vertriebsorganisationen gab Marko Petack, Manager für den Bereich "Medizinische Lösungen" der Abott GmbH & Co. KG, Wiesbaden, Unternehmensvertretern einen Einblick in neue Organisationsformen für den Vertrieb. Petack unterstrich, dass sich der Trend in der Medizinwirtschaft immer mehr vom reinen Gerätegeschäft entfernt. Es gehe mehr darum, den Kunden Lösungen für ihr Geschäft anzubieten.

"Hier liegt aber auch eine große Chance für kleine und mittlere Unternehmen", sagte Petack. "Sie können gezielt Kooperationen eingehen und maßgeschneiderte Lösungen für die Probleme ihrer Kunden anbieten. Für ein Konzernunternehmen ist das nicht so einfach, da vielfach auf unternehmensinterne Lösungen zurückgegriffen werden muss und die leider nicht immer die besten sind".

Wie ein Qualitätsmanagement in einem Unternehmen der Medizinwirtschaft aufgebaut sein kann und welche zentrale und wichtige Rolle dieses spielt, erläuterte Bertram König, stellvertretender Leiter der Qualitätssicherung der B. Braun Avitum AG, Melsungen. "Bringen sie ihre Vertriebs-, Marketing- und Produktmanager öfters mit den für den Bereich Qualität zuständigen Mitarbeitern zusammen. Dies kann Ihnen für neue Produkt- und Markteinführungen jede Menge Zeit und Kosten sparen und ist speziell für kleine und mittlere Unternehmen daher ein "Muss" appellierte König eindringlich an die Unternehmensvertreter.

Die Ergebnisse des von Stadt und Landkreis Gießen sowie dem Land Hessen und dem Europäischen Sozialfonds geförderten, 2008 abgeschlossenen Projektes "Weiterbildungsnetzwerk Medizintechnik und Life-Sciences",  wurden vorgestellt. Dabei zeigte sich sehr deutlich, dass ein berufsbegleitender Weiterbildungsbedarf bei den heimischen Firmen dieser Branchen besteht. "Vertriebs- und Marketingthemen, Qualitätsmanagement und -sicherung sowie Themen aus dem Bereich Personalwesen waren die am meisten genannten Weiterbildungswünsche der 2008 befragten Unternehmen der Region", erläuterte Frank Roth.

Für 2009 ist die Entwicklung von zwei Weiterbildungsmaßnahmen geplant. Dieses Projekt wird gefördert durch die Stadt Gießen, das Land Hessen sowie den Europäischen Sozialfonds. Bereits im Herbst soll den Mitarbeitern von Unternehmen der Medizinwirtschaft in Stadt und Landkreis Gießen ein erstes Angebot zur Verfügung stehen. Unterstützt wird das Projekt von der Qualifizierungsoffensive Landkreis Gießen.

Heimische Unternehmen der Medizinwirtschaft, die Interesse an Weiterbildung haben und ebenfalls stärker zusammenarbeiten wollen, können sich an Frank Roth wenden: medwb@tig-gmbh.de oder telefonisch bei der TIG GmbH unter 0641 948 22 00.