Pflanzenschutz im Garten

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Im naturnahen Garten kommt es aufgrund der vielfältigen Naturbeziehungen zwischen Tieren und Pflanzen nur selten zu Massenvermehrungen von Schädlingen. Wenn wir alle Möglichkeiten des biologischen Pflanzenschutzes ausschöpfen, können wir im Garten auf umweltbelastende Gifteinsätze verzichten.

Hilfreich im Einsatz gegen Blattläuse sind z. B. Ohrwürmer. Man kann sie gezielt einsetzen. In mit Holzwolle gefüllten Blumentöpfen siedeln sie sich gerne an. Die so mit Ohrwürmern besiedelten Töpfe werden in der Nähe der befallenen Pflanzen aufgehängt. Auch mit Brennnesseljauche (1 kg Kräuter auf 10 l Wasser, 1:10 verdünnt gießen) kann man Blattläuse wirksam vertreiben.

Werden Schnecken zur Plage, hilft nur das tägliche Absammeln der Tiere. Dies lässt sich besonders gut erreichen, wenn man an schattigen Stellen Melonenschnitze oder auch Zucchinischeiben als Köder auslegt. Die ungeliebten Gartenbewohner werden davon angelockt und können dann leicht (am besten in den späten Abendstunden) abgesammelt werden. Als einziges käufliches Vernichtungsmittel empfehlenswert ist "Ferramol Schneckenkorn" der Firma Neudorff. Unter keinen Umständen dürfen chemische hochgiftige Schneckenkörner auslegt werden, denn diese giftigen Mittel töten dann auch Igel, Vögel usw., die die solchermaßen vergifteten Schnecken fressen.

Gegen die befürchteten Pilzkrankheiten wie echter Mehltau, Grauschimmel oder Rosenrost sollte schon vorbeugend bei Triebwachstum mehrmals mit Schachtelhalmbrühe gespritzt werden (Rezept: 1 kg frische oder 150 g getrocknete Schachtelhalmpflanzen auf 10 l Wasser ansetzen und 1:10 verdünnt spritzen). Befallene Pflanzenteile sollte man umgehend abschneiden und vernichten, diese gehören auch nicht auf den Kompost.

Bei Nachfragen zum Pflanzenschutz können Sie sich auch direkt an den Hessischen Pflanzenschutzdienst wenden:

Telefon 0641 303- 5227 oder -5221

Bitte kein giftiges Schneckenkorn verwenden, es gibt auch andere Möglichkeiten