Reisighaufen im Herbst

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Ein Reisighaufen ist ein wertvoller Lebensraum und ein Rückzugsgebiet für eine Vielzahl von Tieren. Sie sind sogar auf Reisighaufen angewiesen. Daher sind Reisighaufen ein wichtiger und aktiver Beitrag zum Naturschutz.

Im Herbst und Winter werden Reisighaufen gern von Igeln, Amphibien, Reptilien und anderen Tieren zur Überwinterung angenommen. Darüber hinaus dienen sie auch Insekten und anderen unscheinbaren Lebewesen als Unterschlupf. Im Frühjahr und Sommer werden solche Haufen gerne von Zaunkönig, Rotkehlchen und anderen Singvögeln als Nistplatz ausgesucht oder dienen Wieseln, anderen Kleinsäugern oder Eidechsen als Behausung.

Obwohl das Verbrennen von Reisig – unter Beachtung der geltenden Regeln – grundsätzlich erlaubt ist, sollte darauf verzichtet werden, denn oft werden dabei schützenswerte Tiere getötet. Es gibt grundsätzlich keine Zeiten, zu denen das Verbrennen von Reisig empfohlen werden kann. Beim Verbrennen gehen diese Tiere unweigerlich elendig zugrunde. Daher empfiehlt die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Gießen dringend, auf das Verbrennen von Reisighaufen zu verzichten. Stattdessen sollten Totholzhaufen an geeigneten Stellen im Garten erhalten oder angelegt werden.

Soll dennoch unbedingt verbrannt werden, so sind folgende Mindestanforderungen zu beachten:

  • Keine Verbrennung zwischen Mitte Oktober und Ende Februar sowie Anfang April bis Anfang August!
  • Vor dem Anzünden muss der Haufen gewendet werden, damit Tiere, die sich darin versteckt halten, flüchten können.

Weitere Anforderungen entnehmen Sie bitte dem Merkblatt Lärm und Geruch bei der Gartennutzung [PDF: 1,9 MB] .