Überragender Erfolg der JLU bei der Exzellenzinitiative

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Exzellenzcluster „Kardiopulmonales System“ und Gießener Graduiertenzentrum Kulturwissenschaften in der ersten Runde der Exzellenzinitiatvie erfolgreich - Millionenförderung in den nächsten Jahren

Am 13.10.2006 fiel die Entscheidung über die Gewinner der ersten Runde der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder. Die Justus-Liebig-Universität war gleich mit zwei Projekte erfolgreich: dem Exzellenzcluster „Kardiopulmonales System“ (gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim und der Universität Frankfurt) und dem Gießener Graduiertenzentrum Kulturwissenschaften. Sie konnten sich gegen eine starke Konkurrenz durchsetzen und werden damit in den nächsten fünf Jahren mit insgesamt rund 25 Millionen Euro gefördert.

Mit zwei erfolgreichen Anträgen erzielte die Universität Gießen einen überragenden Erfolg im bundesweiten Wettbewerb um die Fördermittel der Exzellenzinitiative und nimmt nun einen der vorderen Plätze in der Liste der beteiligten Universitäten ein. Universitäts-Präsident Prof. Dr. Stefan Hormuth zeigte sich begeistert: „Dieser Erfolg ist phantastisch! Damit hat sich die konzentrierte und hervorragende Vorarbeit der zahlreichen beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität ausgezahlt, und die positive Entwicklung der Universität wird sich enorm beschleunigen.“ Prof. Hormuth ergänzte: „Das Konzept der Universität, das die Hochschulleitung in den letzten zwei Jahren gemeinsam mit den führenden Forscherinnen und Forschern in Gießen entwickelt hat, ist aufgegangen. Wir haben unsere stärksten Bereiche in das Rennen geschickt – und sie waren erfolgreich.“ Besonders zufrieden ist der Präsident darüber, dass die Universität in den beiden Kernbereichen, den Lebenswissenschaften und den Geistes- und Kulturwissenschaften, mit je einem Antrag erfolgreich war. „Die Justus-Liebig-Universität Gießen ist eine Volluniversität mit einem breiten Lehr- und Forschungsspektrum. Der Erfolg in beiden Bereichen stärkt beide Bereiche und damit die gesamte Universität!“

Auf die Bedeutung dieser positiven Entscheidung für die weitere Zukunft der Universität angesprochen, kommentiert der Präsident: „Natürlich wird sich die begonnene positive Entwicklung besonders in den geförderten Bereichen beschleunigen. Ich erwarte aber auch einen Schub für die Universität Gießen im Ganzen“.  „Das ist ein großartiger Start in unser 400-jähriges Jubiläum im kommenden Jahr!“

„ECCPS – Excellence Cluster Cardio-Pulmonary System“

Der erfolgreiche Antrag „ECCPS – Excellence Cluster Cardio-Pulmonary System“ wird an der Justus-Liebig-Universität von Prof. Dr. Werner Seeger koordiniert und stellt die Erforschung der Ursachen und die Entwicklung neuer Therapiekonzepte bei Erkrankungen der Lunge und des Herzens in den Vordergrund. Auch das Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim und die Universität Frankfurt arbeiten in dieser Initiative mit. Der Erfolg, unter 169 bundesweit eingereichten Exzellenzcluster-Anträgen nun gemeinsam mit 16 anderen Projekten zur Förderung ausgewählt worden zu sein, ist um so beeindruckender, als lediglich drei medizinische Schwerpunktthemen das endgültige Auswahlverfahren erfolgreich überstanden haben – und das bei immerhin 34 Medizin-Fakultäten in Deutschland. An der ECCPS Cluster-Initiative sind die Gießener Professoren Thomas Braun, Trinad Chakraborty, Friedrich Grimminger, Alfred Pigoud, Hans Michael Piper und Klaus Preissner führend beteiligt. Die Fördersumme beträgt insgesamt 6,5 Millionen Euro pro Jahr und entspricht somit den Fördergeldern für mehrere Sonderforschungsbereiche.
Der neue Dekan des Fachbereichs Medizin, Prof. Dr. Wolfgang Weidner, bezeichnete das Votum der gemeinsamen Kommission von DFG und Wissenschaftsrat als einen herausragenden Erfolg für den Standort Gießen und den Fachbereich Medizin. "Der Zuschlag für ein Forschungs-Cluster ist ein deutlicher Beweis für die aktuelle Forschungsstärke des Fachbereichs, insbesondere für den Schwerpunkt 'Lunge' unter der Leitung von Professor Seeger und Professor Grimminger. Aus der Sicht des Dekanats sichert dieser Erfolg nachhaltig den universitären medizinischen Standort Gießen und stärkt den Schwerpunkt Lebenswissenschaften der Universität."

„Gerade nach der jüngst erfolgten Privatisierung des Universitätsklinikums Gießen und Marburg ist dieser Erfolg besonders wichtig“, so Prof. Dr. Werner Seeger. „Die Exzellenz des Medizinstandorts Gießen ist unübersehbar: Auf dem Gebiet der Lungen- und Herzforschung haben wir eine internationale Führungsposition erreicht.“

„International Graduate Centre for the Study of Culture“ (GCSC)

Bei den Graduiertenschulen ist das „Gießener Graduiertenzentrum Kulturwissenschaften“ (GGK), das nun zu einem „International Graduate Centre for the Study of Culture“ (GCSC) mit internationalem Profil ausgebaut werden soll, eines von 18 geförderten Projekten aus ursprünglich 135 Bewerbern. Das GGK, das in seiner Art das erste Graduiertenzentrum in Deutschland war, bietet bereits seit 2001 eine strukturierte Ausbildung für alle Doktorandinnen und Doktoranden in den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften an und wurde bei der Evaluation im Sommer 2005 als “in jeder Hinsicht modellbildend“ beurteilt. Der jetzige Erfolg und die damit verbundene Förderung wird es dem neuen GCSC erlauben, seine Spitzenrolle in der Graduiertenausbildung auszubauen und ein internationales Leuchtturmprojekt der Justus-Liebig-Universität Gießen zu werden. Die Fördersumme für die Graduiertenschulen beträgt 1 Million Euro pro Jahr.

„Die positive Entscheidung des Bewilligungsausschusses bestätigt, dass sich die Gießener Graduiertenausbildung in den Geistes- und Kulturwissenschaften eine nationale und internationale Vorreiterrolle erarbeitet hat“, freut sich Prof. Dr. Ansgar Nünning, Leiter des neuen erfolgreichen GCSC. „Dieses hoch erfreuliche Ergebnis konnte nur erzielt werden dank der langjährigen hervorragenden Unterstützung durch die Hochschulleitung, die ausgezeichnete Mannschaftsleistung der beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und des GGK-Teams.“  

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