Gießener Winterfuchs 

Sicherheit bei Eis und Schnee: Die gemeinsame Aufgabe von Stadt und Bürger

Damit Sie auch bei Eis und Schnee gut und sicher unterwegs sind, räumen die Mitarbeiter der Stadt Gießen die Fahrbahnen frei und streuen bei Bedarf mit Feuchtsalz (FS30). Feuchtsalz ist ein Gemisch aus 70% Salz (Natriumchlorid) und 30% Magnesiumchloridlösung.
 
Dies hat den Vorteil, dass die Salzkörnchen auf der Fahrbahn haften und nicht beim ersten Windstoß verweht werden. Schließlich soll das Feuchtsalz ja dort wirken, wo es gebraucht wird. Außerdem setzt die Tauwirkung bei bereits angefeuchtetem Salz schneller ein. Trotzdem müssen Sie manchmal etwas Geduld haben, bis wir auch Ihre Fahrbahn geräumt haben. Alles auf einmal geht einfach nicht.
 
Zuerst werden die Hauptverkehrsstraßen und die Strecken des öffentlichen Nahverkehrs durch den städtischen Winterdienst von Eis und Schnee befreit. Das bedeutet, dass entsprechend dem Einsatzplan als erstes die Gießen durchquerenden Bundes- und Landstraßen vom Schnee geräumt und bei Bedarf mit Feuchtsalz gestreut werden. Auf Gießens Straßen sind dafür fünf Großfahrzeugen  pro Schicht im Einsatz.
 
Zusätzlich kümmern sich ca. 85 Mitarbeite darum, dass die Bushaltestellen und Fußgängerüberwege auch bei Winterwetter begehbar bleiben.

Die Räumung von Schnee und Eis auf Gehwegen ist Sache der Grundstückseigentümer und gehört zur Verkehrsicherungspflicht. Manchmal erledigt das aber auch der Hausmeister oder Sie müssen selbst ran. Das steht dann in Ihrem Mietvertrag.
 
Letztlich ist aber immer der Grundstückseigentümer für den Zustand des Grundstückes verantwortlich. Kommt jemand wegen mangelnder Winterwartung auf dem Gehweg zu Schaden, muss der Grundstückseigentümer dafür haften.
 
Das bedeutet, dass Sie die Gehfläche 1,20 m breit von Schnee und Eis räumen und bei Glätte mit abstumpfenden Mitteln streuen müssen, damit ein gefahrloses Begehen möglich ist. Der Einsatz von Streusalz ist dabei nicht erlaubt. Verwenden Sie grundsätzlich abstumpfende Stoffe wie z.B. handelsübliches Granulat. Die Beschaffung des Streuguts ist Aufgabe des Winterdienstpflichtigen, also der Grundstückseigentümer.
Die Verpflichtung zum Winterdienst beginnt schon recht früh. Sie müssen nämlich bis 7:00 Uhr Ihren so genannten „Anliegerverpflichtungen“ nachkommen.
 
Wenn es während des Tages weiterschneit oder es durch Niederschläge weiterhin zur Glättebildung kommt, müssen Sie unter Umständen auch wiederholt die Gehwege vor Ihrem Grundstück räumen oder streuen.
Diese Pflicht endet erst um 20:00 Uhr!

Gehwege und Bushaltestellen sind sauber zu halten, auch im Winter. Doch gerade im Winter sollten Sie eines bedenken: Viele Fahrgäste "verteilen" den Schnee wieder. Eine abgestreute Bushaltestelle kann daher nach einer gewissen Zeit wieder glatt werden. Generell sollten Sie im Winter Ihre Gangart und Ihr Schuhwerk an die Witterungsverhältnisse anpassen. Auch ist dunkle Kleidung, wenn sie auch noch so warm hält, eher ein Risikofaktor. Andere Verkehrsteilnehmer (z.B. Autofahrer) könnten Sie übersehen.


Wir achten auf Sicherheit und Umweltschutz!
 
Ziel unserer Winterdienstmaßnahmen ist es, dem Verkehrsteilnehmer eine möglichst hohe Sicherheit zu garantieren. Gleichzeitig soll die Umweltbelastung durch das Streuen möglichst gering gehalten werden.
 
Denken Sie bitte auch an „Unsere Männer von der Müllabfuhr“ – Halten Sie Transportwege für die Abfallbehälter frei – wir sind Ihnen dankbar dafür!
 
Weitere Informationen finden Sie in der Straßenreinigungssatzung und den Tipps für den Winterdienst..   
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte den Broschüren mit Tipps für den Winterdienst, s.u.

Hinweise und Beschwerden


Mit der Durchführung des Winterdiensts auf öffentlichen Straßen etc. sind mehrere Ämter beauftragt. Sie wurden im Rahmen einer Winterdienstoptimierung auf Winterdienstbezirke verteilt. Die Zentralstelle für den Winterdienst ist das Stadtreinigungs- und Fuhramt, das Anregungen oder Beschwerden an das entsprechende Amt oder die Abteilung weiterleitet.

Noch ein wichtiger Hinweis
Die Gefahrenabwehrverordnung sieht einen knappen, aber wichtigen Paragraphen vor bzgl. Straßenreinigung und Winterdienst:

§ 6 Fahrbahnen und Bürgersteige
(1) Es ist verboten, auf öffentlichen Straßen, in Abflussrinnen, Einlaufschächte oder Durchlässe Kehricht, Schlamm, Unrat, Schnee, Eisplatten, Sand, Kies und andere wasserablaufhemmende Gegenstände zu verbringen.

Bitte beachten Sie diesen Paragraphen; wir halten uns auch daran. Bei Zuwiderhandlungen drohen empfindlichen Geldstrafen.