Sommersmog – ein großräumiges Problem

Die Ozonkonzentrationen steigen bei intensiver Sonnenstrahlung, erhöhten Temperaturen und windschwachen Wetterlagen. Verantwortlich sind dafür die Emissionen von Stickstoffoxiden (NOx) und Kohlenwasserstoffen (VOC), die unter intensiver Sonnenstrahlung zu Photooxidantien mit Ozon als Hauptkomponente dieses Gemisches umgewandelt werden.  Der Autoverkehr als Quelle von NOx ist verantwortlich für das Entstehen erhöhter Ozonwerte. Diese hohen Belastungen entstehen aber erst im Laufe des Tages mit steigenden Temperaturen und damit weiter entfernt von der Quelle im ländlichen Raum. Nachts ohne die Strahlungsenergie wird allerdings das Ozon in der Stadt aufgrund der Stickoxidumbildung von NO zu NO2 wieder abgebaut. Daher wird an Verkehrsmessstationen, wie an der Westanlage in Gießen, Ozon nicht gemessen. Die Ozonwerte der Messstation Wetzlar sind auf Gießen übertragbar.

Aktuelle Messwerte

Grenzwerte

An die Stelle früher bei Erreichen von 240 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft vorgesehener lokaler Fahrverbote sind jetzt spezielle gesetzliche Regelungen zur dauerhaften Verminderung der Ozonbelastung getreten. Das Amt für Umwelt und Natur gibt Ihnen Infos zu aktuellen Werten, Prognosen und Handlungsempfehlungen. Mit der 33. Verordnung zum Bundes-Immissionsschutzgesetz (Verordnung zur Verminderung von Sommersmog, Versauerung und Nährstoffeinträgen (33. BImSchV) wurde die Europäische Richtlinie 2002/3/EG (12. 02. 2002) am 20. Juli 2004 in nationales Recht umgesetzt (Bundesgesetzblatt I S. 1612) und gibt damit bundeseinheitliche Regelungen bei Überschreitungen von Schwellenwerten vor.

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HLUG Thema Ozon

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