Angehörige der US-Armee Anfang 60er Jahre

Fotoaktion "Mein Museumsgegenstand" – Spezieller Aufruf zur US-Armee-Zeit

Was ist museumswürdig? Was fehlt bislang in der Gießener Sammlung? Haben Sie einen Gegenstand, den Sie künftig gerne im Museum sehen möchten? Erzählen Sie die Geschichte Ihres Gegenstandes und lassen Sie sich mit Ihrem  Objekt fotografieren. Mit diesem Aufruf wirbt das Projekt „Mein Museumsgegenstand“ nun schon eine Weile um Teilhabe und konkrete Vorschläge für das künftige Oberhessische Museum – 43 Einreichungen wurden bislang gemacht: stadtlabor.giessen.de/Mein-Museumsgegenstand

Für das Foto-Archiv wird derzeit insbesondere die Suche nach Relikten aus der Zeit der US-Armee in Gießen intensiviert (Vorschläge aus anderen Bereichen sind natürlich auch weiter willkommen). Die Epoche der US-Amerikaner in Gießen war prägend für das Alltagsleben aber auch die Identität der Stadt. Seit dem Jahr 2007 ist sie Vergangenheit, aber in den Erinnerungen der Gießener und Gießenerinnen noch sehr präsent. Schließlich waren „die Amerikaner“ prägende Faktoren in vielen Lebenszusammenhängen, haben sichtbare Spuren im Stadtbild hinterlassen und einen nicht unwesentlichen Einfluss im kulturellen oder sportlichen Bereich hinterlassen.

Wer hat noch Relikte aus dieser Zeit in seinen privaten Archiven? Auch Alltagsdinge aus dieser Epoche sind sehr willkommen. Kommen Sie mit Ihrem Gegenstand am 9. März zwischen 15 und 17 Uhr ins Alte Schloss und lassen Sie sich zusammen mit Ihrem Objekt fotografieren. Möglicherweise wird Ihr Gegenstand Teil der 3. Labor[Ausstellung] „Gießen ist…“ Orte und Bewusstsein einer Stadt, die am 22. Mai im Oberhessischen Museum eröffnet wird.

Datum: Samstag, den 9. März von 15 bis 17 Uhr
Ort: Stadt[Labor]Raum, Oberhessisches Museum, Altes Schloss, Brandplatz 2

 

Labor[Gespräch] „Von vergangenen Tortenträumen und Theatertagen“

Inzwischen haben einige Bürger*Innen in ihren privaten Beständen nach Objekten für das Oberhessische Museum gesucht und erstaunliche Dinge gefunden. Zwei Objekte sollen nun Anlass für ein öffentliches Gespräch sein: Ein Bildrelief aus dem ehemaligen „Café Huber“ sowie ein historisches Kassenheft des Gießener Theaters. Gemeinsam mit den Objektpaten möchten wir bei Kaffee und Kuchen den Hintergründen zu diesen Gegenständen nachspüren.

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Kassenheft Giessener Theater
Kassenheft Giessener Theater
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Relief des alten Café-Bück-dich
Relief des alten Café-Bück-dich

Das „Café Huber“ wurde bereits Anfang des Jahrhunderts von Konditormeister Leopold Huber, der von Österreich nach Gießen umsiedelte, aus einem bereits bestehenden Betrieb übernommen. Das im Krieg zerstörte Haus wurde an derselben Stelle wieder aufgebaut und auch das Café erneut eröffnet. Heute befindet sich dort die Hausnummer 10 des Selterswegs. Die Konditorei Huber bestand an diesem Ort bis Mai 1966 und wurde im Volksmund liebevoll „Café-Bück-dich“ genannt. Aufgrund der Niveauanhebung des Seltersweges war der Türsturz so niedrig, dass sich große Menschen beim Eintreten bücken mussten.

Ein handschriftlich geführtes Kassenheft des Stadttheaters aus den Jahren 1936 bis 39 wird das zweite Objekt sein, das im Rahmen des Laborgesprächs vorgestellt wird. Dieses kleinformatige Heft war ein Zufallsfund und wurde vom Objektpaten auf einem Gießener Flohmarkt unter Bücherstapeln entdeckt. Hinter diesem mit sauberer Handschrift geführten Kassenheft verbirgt sich ein zeitgeschichtliches Dokument der Stadt, das museumswürdig ist, weil es einen Ausschnitt des Alltags während der Naziherrschaft in Gießen zeigt.

Datum: Sonntag, den 10. März von 15 bis 17 Uhr
Ort: Stadt[Labor]Raum, Oberhessisches Museum, Altes Schloss, Brandplatz 2

 

Externer Link: http://www.stadtlabor-giessen.de/