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Voraussetzung für notwendige beste medizinische Versorgung geschaffen

Die Planung des Universitätsklinikum Gießen-Marburg (UKGM) für den dringend erforderlichen Anbau eines weiteren Gebäudeteils am Haupteingang des UKGM in der Gaffkystraße ist nun ein gutes Stück weitergekommen. Stadt und UKGM haben sich in einem Spitzengespräch unter Beteiligung des ärztlichen Geschäftsführers des Universitätsklinikums Gießen und stellv. Vorsitzenden der Geschäftsführung des UKGM, Prof. Dr. Werner Seeger, des Vorstandes der RHÖN-KLINIKUM AG und Vorsitzenden der UKGM-Geschäftsführung, Dr. Gunther Weiß, der kaufmännischen Geschäftsführerin Dr. Christiane Hinck-Kneip, Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz, Bürgermeister Peter Neidel sowie den Fachplanern auf eine Anbau-Variante geeinigt, die sowohl die Belange des Klinikums nach Schaffung weiterer Bettenkapazitäten in logistischer Nähe zu der bestehenden Infrastruktur einerseits, andererseits auch die Belange des Städtebaus und Denkmalschutzes besser berücksichtigt. Dies war bislang anhand der bisher erarbeiteten Entwürfe nicht gelungen. Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz und Bürgermeister Peter Neidel betonten: „Das ist ein erfreulicher Kompromiss, der zeigt, dass es sich lohnt, gemeinsam nach der besten Lösung zu suchen. Damit kann das UKGM wachsen und die gute medizinische Versorgung ausbauen. Gleichzeitig wird der Anbau die Umgebung respektieren und sich einpassen. Dies wird ganz sicher eine gelungene Synthese aus allen Bedürfnissen.“ Für das UKGM stellte Prof. Dr. Werner Seeger fest: „Wir freuen uns sehr, dass mit den vorgestellten Erweiterungen weitere wichtige Schritte für den Ausbau der hochwertigen Patientenversorgung und für die Zukunftssicherung des Universitätsklinikums am Standort Gießen gelingen.“

Möglich gemacht haben diesen hochwertigen Kompromiss Vorschläge des neuen UKGM-Planungsbüros HDR/Leipzig, das im Krankenhausbau renommiert ist, wie auch ein denkmalschutzrechtliches Gutachten, das in die Diskussion über den besten Weg einfließen konnte. So konnte der bisher als „fünfter Finger“ bekannte Anbau an das Hauptgebäude, der vier neue Stationen, eine neue zentrale Anmeldung, Cafeteria sowie unterirdische Technik- und Lagerflächenerweiterungen aufnehmen soll, modifiziert und damit realisierbar gemacht werden.

Zustimmen muss dieser Planung nun die Denkmalfachbehörde, das Landesamt für Denkmalpflege Hessen in Wiesbaden. Der Magistrat zeigte sich jedoch optimistisch: „Mit der nun abgestimmten Bebauungsskizze für den „fünften Finger“, die ein Kompromiss aus vielen Erfordernissen ist, können die Anforderungen der Denkmalpflege mit den Sichtbezügen, räumlichen Bezügen und Abständen, Proportionen und Eingangsbereichen verbessert werden.“ Gleichzeitig, so Grabe-Bolz und Neidel, nehme die Planung auf die spezifischen Bedürfnisse des Klinikums Rücksicht, was den Varianten enge Grenzen gesetzt habe. Die aktuelle Planung für den „fünften Finger“ sei zwar ein starker Eingriff in das Ensemble, aber vor diesem Hintergrund alternativlos, deshalb hätten auch Varianten aus dem Denkmalgutachten verworfen werden müssen. Dies akzeptiere der Magistrat, für den die OB feststellte: „Wir wünschen uns ein starkes, leistungsfähiges Klinikum. Das ist ein Wert, der auch für uns und die Bürger unserer Stadt von überragender Bedeutung ist.“

Nach der ausstehenden Zustimmung des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen kann die Erweiterung anschließend vertiefend geplant und der bestehende Bebauungsplan angepasst werden. Bürgermeister Neidel: „Wir werden dann zügig Baurecht für den Anbau schaffen.“ Hierzu werde es eine Beteiligung der Öffentlichkeit geben.

Darüber hinaus wurde durch das UKGM ein Erweiterungsbau für die „Neue Chirurgie“ vorgestellt, durch den nicht nur die notwendige Sanierung des Zentral-OPs und der Intensivstationen, sondern auch eine Modernisierung der Bettenstationen erreicht werden sollen.

Ganz besonders wichtig war dem UKGM hierbei, dass die vorgeschlagenen Modernisierungsmaßnahmen ohne Beeinträchtigung der laufenden Patientenversorgung stattfinden könnten.

Gleichzeitig werden, so die Übereinkunft zwischen Stadt und UKGM, die alte Orthopädie und ein Teil der Paul-Meimberg-Str. zurückgebaut. Die Paul-Meimberg-Straße wird für den motorisierten Verkehr gesperrt und nur noch als Fuß- und Radweg benutzbar sein.

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