Weltacker Bild

„Der Weltacker in Berlin - Genügen 2000 m² für jeden Menschen?"

Die Zukunftsstiftung Landwirtschaft in Berlin macht sich so ihre Gedanken: „Wir sind jetzt gut sieben Milliarden Menschen auf diesem Planeten. Unsere Zahl wächst weiter, die Erde aber nicht. Kann sie uns noch ernähren? Wenn wir die globale Ackerfläche von 1,4 Milliarden Hektar durch die Zahl der Erdenbürger teilen, ergibt das 2000 m² pro Nase. Darauf muss also alles wachsen, womit Mutter Erde uns nährt und versorgt: Brot, Reis, Kartoffeln, Obst, Gemüse, Öl, Zucker… aber auch all das Futter für die Tiere, deren Fleisch, Milch und Eier wir verzehren, das vom Acker und nicht von Wiesen und Weiden stammt. Zudem die Baumwolle für Jeans, der Tabak für Raucher und obendrein noch Bio-Gas oder Bio-Diesel und nachwachsende Rohstoffe für die Industrie.“ Um sich das vorzustellen, haben die Berliner einen 2000 m2 großen Acker angelegt; auf dem alle diese Feldfrüchte angebaut werden.

Zu diesem spannenden Thema konnte die Agendagruppe Natur und Umwelt den bekannten Philosophen, Soziologen und Journalist Benedikt Härlin gewinnen. Härlin leitet die europäische Initiative „Save our Seeds“ (SOS) für gentechnikfreies Saatgut und organisiert Konferenzen der gentechnikfreien Regionen Europas. Er war Vertreter der Nichtregierungs-Organisationen im Aufsichtsrat des Weltagrarberichts (IAASTD) der UN und der Weltbank. Seither engagiert er sich intensiv für dessen Forderung nach einer radikalen Wende in der globalen Landwirtschaft, u. a. beim Bündnis „Meine Landwirtschaft“, in der europäischen Allianz „ARC2020“ und nicht zuletzt mit dem Projekt 2000 m².

Die Veranstaltung findet am 16.04.2018 ab 17.30 Uhr im Rathaus der Stadt Gießen, Herrmann-Levi-Saal mit 190 Sitzplätzen statt. Benedikt Härlin wird auf die globale Geschichte des Weltackers eingehen und die Berliner Fläche eingehend vorstellen. Wie gut ist die Resonanz in der Bevölkerung, wie ist das tägliche Flächenmanagement, welche Erfolge haben sich eingestellt, gab es Fördermittel und Vieles mehr wird angesprochen. Im Anschluss an den Vortrag soll es noch bis 20 Uhr Gelegenheit für rege Diskussionen geben. Die Agendagruppe Natur und Umwelt in Kooperation mit dem Naturkostladen Klatschmohn freuen sich über eine rege Teilnahme bei kostenfreiem Eintritt. Weitere Informationen zum Thema findet sich hier: www.2000m2.eu/de