Ingrid Hornef

Seit knapp zehn Jahren präsentiert das Mathematikum temporäre mathematische Kunstausstellungen. Am Dienstag, den 27. März 2018 um 19 Uhr wird die Ausstellung der Künstlerin Ingrid Hornef „Ordnung: Nichts als Zufall“ feierlich eröffnet.

In Ingrid Hornefs Kunstwerken scheint ein Code zu stecken, den es zu knacken gilt. Betrachter entschlüsseln ihre geometrischen Arbeiten, indem sie nach Mustern und Struktur suchen. Doch erst mit dem Schlüssel zu ihrer Kunst – dem Zufall – erahnen die Besucher, was wirklich dahinter steckt: Die schwarzweißen Bilder zeigen das Ergebnis eines oft hundertfachen Würfelwurfs. Die Kunstwerke von Ingrid Hornef machen die mathematischen Gesetze des Zufalls eindrücklich sichtbar. Während das eine Bild von einem Wirrwarr aus Linien gefüllt zu sein scheint, treten bei anderen klare Muster oder Tangram-ähnliche Figuren in den Vordergrund. Als Künstlerin gibt sie die Regeln vor: Die Farbwahl, die Maße der Bilder, die Art der Linien und Flächen, die Kriterien, die es zu würfeln gilt. Dann nutzt sie den Zufall als „Geschenk der Musen“, der jedem Bild seinen ganz eigenen Charakter gibt.

Die Kunstausstellung „Ordnung: Nichts als Zufall“ wird vom 28. März bis zum 1. Mai im Mathematikum zu sehen sein. Hornefs Werke wurden bereits in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt. „Ordnung: Nichts als Zufall“ präsentiert eine repräsentative Auswahl aus ihrer Serie „Alea iacta est“, an der Ingrid Hornef seit 2002 arbeitet. Das Besondere im Mathematikum: Die Ausstellung wird durch Mitmach-Experimente ergänzt: Besucher können selbst zu Künstlern werden und die Mathematik hinter den Werken begreifen.

Bei der Eröffnung am Dienstag, den 27. März um 19 Uhr wird nach einer Begrüßung von Prof. Albrecht Beutelspacher, Dr. Lida von Mengden (ehem. Wilhelm-Hack-Museum Ludwigshafen/Rh.) eine Einführung geben. In einer Liveaktion stellt die Künstlerin gemeinsam mit den Besuchern der Vernissage ein Kunstwerk der Ausstellung fertig.

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