Bundesagentur für ArbeitIm Bezirk der Arbeitsagentur Gießen haben alle Personengruppen vom Rückgang der Arbeitslosigkeit profitiert. Im Dezember waren dort insgesamt 16303 Menschen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einem Rückgang von 159 Personen gegenüber November. Die Quote verharrte bei 4,5 Prozent.
Ein Jahr zuvor waren in der Gießener Agentur 1377 Menschen mehr erwerbslos gemeldet. Damals lag die Quote bei 4,9 Prozent.

• Arbeitslosenquote verharrt im Dezember bei 4,5 Prozent
• 159 Arbeitslose weniger als im Vormonat, 1377 Arbeitslose weniger als im Dezember 2016
• Stellenbestand und Stellenzugang auch im Dezember jeweils mehr als zehn Prozent über dem Vorjahreswert
• Alle Personengruppen profitieren vom Rückgang der Arbeitslosigkeit

„Mit positiven Zahlen vom Arbeitsmarkt hat sich das alte Jahr verabschiedet“, kommentiert Björn Krienke, Geschäftsführer Operativ der Arbeitsagentur Gießen, die Arbeitsmarktdaten von Dezember. „Die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist gestiegen und die der Arbeitslosen ist weiter gesunken. Zudem liegt der Bestand an unbesetzten Stellen nochmals höher, als ein Jahr zuvor. Auch wenn in den bevorstehenden Monaten mit einem saisonalen Anstieg der Erwerbslosen zu rechnen ist, sind derzeit keine Anzeichen für eine Abkühlung der wirtschaftlichen Entwicklung zu erkennen. Dies lässt uns optimistisch das neue Jahr beginnen.“

Unterbeschäftigung
Die Zahl der Menschen, die in der sogenannten Unterbeschäftigung im engeren Sinne registriert waren, ging im Dezember um weitere 43 Personen auf nun 23755 zurück. Ein Jahr zuvor wurden 25 Personen weniger verzeichnet.

Gemeldete Stellen
Die Arbeitskräftenachfrage war auch im Dezember ungebrochen. Arbeitgeber meldeten der Arbeitsagentur sowie den Jobcentern des Kreises Gießen und der Wetterau im Dezember insgesamt 1698 neue Stellen. Dies waren 163 Stellen mehr als im Vorjahresmonat.
Der Stellenbestand an offenen, sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen bewegte sich im Dezember auf einem sehr hohen Level. 6143 Stellen waren im abgelaufenen Monat gemeldet, 562 Stellen mehr als im Dezember vor einem Jahr.

Männer und Frauen
Nach Geschlechtern betrachtet hat sich die Arbeitslosigkeit im abgelaufenen Monat beiderseits positiv entwickelt. Arbeitslose Frauen profitierten jedoch mehr als Männer.
Im Dezember waren 9381 Männer im Bezirk der Gießener Agentur erwerbslos gemeldeten. Zwei weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 4,9 Prozent. Im Vorjahresmonat waren 590 Männer mehr gemeldet. Die Quote lag damals bei 5,3 Prozent.
Bei den Frauen waren im Bezirk der Arbeitsagentur Gießen im Dezember 6922 arbeitslos gemeldet. Einen Monat zuvor waren es noch 157 mehr. Die Quote sank jetzt um 0,1 und lag danach bei 4,0 Prozent. Im Vorjahresvergleich waren damals 787 Frauen mehr arbeitslos gemeldet. Die Quote betrug seinerzeit 4,5 Prozent.

Besondere Personengruppen
Bei den arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren und den älteren Arbeitslosen ist die Zahl derer im abgelaufenen Monat weiter zurückgegangen.
Die Zahl der jungen Menschen, die auf der Suche nach einer Ausbildungs- oder Arbeitsstelle waren, ging um zehn Personen zurück und lag danach bei 1606. Die Quote sank, wie einen Monat zuvor, um ein zehntel Prozentpunkt auf jetzt 4,1 Prozent. Im Dezember 2016 waren 160 jüngere Arbeitssuchende mehr gemeldet. Damals lag die Arbeitslosenquote bei 4,6 Prozent.
Die Zahl der über 50-jährigen Arbeitslosen ist jetzt gegenüber dem Vormonat moderat zurückgegangen. 5411 Ältere waren registriert, 21 weniger als im November. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 4,4 Prozent. Bei gleichem Personenkreis waren ein Jahr zuvor noch 614 Menschen mehr registriert. Die Quote lag seinerzeit bei 5,1 Prozent.

Regionale Unterschiede
Bei dem regionalen Vergleich der Arbeitslosigkeit zeigte sich im Bezirk der Arbeitsagentur Gießen ein erneut uneinheitliches Bild. Während die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis Gießen weiter sank, wurde im Vogelsbergkreis und der Wetterau ein Anstieg verzeichnet.
Im Kreis Gießen waren im Dezember insgesamt 7585 Menschen erwerbslos gemeldet, 233 Arbeitslose weniger gegenüber dem Vormonat. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 und lag danach bei 5,3 Prozent. Im Vorjahresmonat wurde eine Quote von 5,9 Prozent verzeichnet. Damals waren 755 Menschen mehr registriert.
Im Wetteraukreis ist die Zahl der Arbeitslosen im Dezember um 64 Personen auf jetzt 6552 gestiegen. Die Quote verharrte bei 4,0 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren jetzt 412 Erwerbslose weniger gemeldet. Seinerzeit lag die Arbeitslosenquote bei 4,3 Prozent.
Im Vogelsbergkreis ist die Zahl der Erwerbslosen im Dezember leicht gestiegen. 2166 Personen waren arbeitslos gemeldet, zehn Personen mehr als noch im November. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 auf nun 3,8 Prozent. Im Vorjahresmonat waren 210 Erwerbslose mehr gemeldet. Die Quote lag damals bei 4,2 Prozent.

Die beiden Rechtskreise (nach dem Sozialgesetzbuch II und III)
Bei einer Auswertung der Arbeitslosigkeit nach den Rechtskreisen zeichnete sich im Dezember ein ungleiches Bild ab. Während die Zahl der Erwerbslosen in der Grundsicherung (SGB II) sank, ist die derer bei der Arbeitslosenversicherung (SGB III) leicht gestiegen.
Bei der Arbeitsagentur Gießen (und den Geschäftsstellen in Bad Vilbel, Büdingen, Friedberg und Lauterbach) waren im Dezember 5589 Personen gemeldet, 49 mehr als im Vormonat November. Ein Jahr zuvor wurden dort 277 Erwerbslose weniger geführt.
Im gleichen Zeitraum ging die Anzahl bei den Jobcenter registrierten Erwerbslosen um 208 Personen auf nun 10714 zurück. Damit konnte der niedrigste Wert seit Jahren, der im November erreicht wurde, erneut unterboten werden. Im Dezember des Vorjahres wurden in den Jobcentern noch 1654 Personen mehr geführt.
Das Jobcenter Gießen betreute im Dezember 5361 Arbeitslose, 203 Personen weniger gegenüber November.
Im Jobcenter Wetterau waren im abgelaufenen Monat 4023 Arbeitslose gemeldet, 24 Personen mehr als im Vormonat November.
Bei der Kommunalen Vermittlungsagentur (KVA) im Vogelsbergkreis wurden insgesamt 1330 Arbeitslose im Dezember betreut, 29 weniger als im November.

 

03.01.2018 
Quelle: Agentur für Arbeit Gießen