Seltersweg
© Frank Sygusch 

Der Gießener Magistrat und Vertreter des Gießener Einzelhandels haben jüngst über die Terminierung und Ausgestaltung der möglichen verkaufsoffenen Sonntage im kommenden Jahr beraten. Hintergrund waren die Anmerkungen und Hinweise der Vertreter der Allianz für den Schutz des freien Sonntags, die zuletzt 2016 erfolgreich gegen einen verkaufsoffenen Sonntag prozessiert hatten. Diese hatten vor einigen Tagen das Verkaufsgeschehen des Jahres 2017 einer kritischen Würdigung unterzogen und dem Magistrat berichtet. Diese kritische Bestandsaufnahme der Allianz berieten Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz und Stadtrat Peter Neidel nun mit Vertretern des Einzelhandels.

Danach soll – einem Hinweis der Allianz folgend – beim Marktgeschehen an den traditionsreichen verkaufsoffenen Sonntagen bei „Sport in der City“ und beim „Krämermarkt“ im Jahr 2018 nachgebessert werden: Das Angebot für die Besucher der Ereignisse soll noch attraktiver und publikumswirksamer gestaltet werden. Zusätzlich zu diesen beiden verkaufsoffenen Sonntagen überlegt der Einzelhandel entsprechend dem Vorschlag der Stadt, die Zugkraft des Stadtfestes für eine dritte sonntägliche Ladenöffnung zu nutzen.

Zusätzlich soll innerhalb des Handels nochmals beraten werden, wie künftig eine Sonntagsöffnung im Schiffenberger Tal gestaltet werden kann. Diese war sowohl im Gerichtsbeschluss von 2016 als auch in der Rückschau der Allianz besonders kritisch betrachtet worden.

Oberbürgermeisterin Grabe-Bolz und Stadtrat Neidel äußerten sich zuversichtlich, daß der so skizzierte Weg dazu führt, dass der Gießener Einzelhandel in den kommenden Jahren seine Position auch im Vergleich zu Marburg und Wetzlar trotz des Verbots der Ladenöffnung zum Gießener Suppenfest vom November 2016 behaupten kann und dankten allen Beteiligten für das kooperative Zusammenwirken.