Künstler 2schneidig mit Schülern in der Theodor-Litt-Schule

Am Dienstag (19.12.2017) war Martin Rietsch alias Sänger und Rapper „2schneidig“ zu Gast an der Theodor-Litt-Schule Gießen. Rund 150 Schüler, die überwiegend aus dem Programm „Integration mit Anschluss und Perspektive“ (InteA) kommen, haben einen spannenden Projekttag mit dem Künstler erlebt. Auch einige Schüler der Wirtschaftsschule am Oswaldsgarten haben an dem Projekt mit 2schneidig teilgenommen. Ziel war es, das Kommunikationsverhalten und das Selbstvertrauen der Schüler zu fördern. Das hat funktioniert, haben sie doch gleich selbst eigene spontane Beatbox- und Gesangsbeiträge geleistet.

Initiiert wurde der Projekttag vom Büro für Integration der Universitätsstadt Gießen in Kooperation mit dem Projekt „Interkulturelle Nachbarschaften gestalten“. Stadträtin Astrid Eibelshäuser hat das Programm eröffnet und ist dabei nochmals auf den Internationalen Tag der Migranten eingegangen. Den Schülern, Lehrern und Organisatoren hat Eibelshäuser für die rege Beteiligung an der Veranstaltung gedankt.

Vor den geladenen Gästen wurden von den Schülern Ergebnisse des Workshops präsentiert. dabei gab es einen intensiven Erfahrungsaustausch über Diskriminierungserfahrungen mit dem Künstler, der selbst viel Privates aus seiner Biografie preis gab. In Gruppenaktivitäten haben die Schüler gängige Vorurteile zusammengefasst und darüber diskutiert, wie diese entstehen.

 

Hintergrund

Nicht von ungefähr hat sich die Universitätsstadt Gießen dafür eingesetzt, 2schneidig für einen Antirassismus- und Integrationsprojekttag zu gewinnen. Im Kontext des Internationalen Tags der Migranten am 18. Dezember, der im Jahr 2000 erstmalig von der UNO ausgerufen wurde, stehen Themen wie Menschenrechte, Respekt und interkulturelle Begegnung im Vordergrund. Martin Rietsch alias 2schneidig kann als Deutscher mit nigerianischen Wurzeln aus eigener Erfahrung über Erlebnisse mit Vorurteilen und Diskriminierung sprechen. Seit Beginn seiner musikalischen Karriere engagiert er sich vielfältig für Kinder und Jugendliche und gestaltet präventive Schulprojekte zu Themen wie Gewalt und Mobbing, Rassismus, Sucht und Drogen in ganz Deutschland.

2schneidig versteht es, durch seine Authentizität Schülern auf Augenhöhe zu begegnen und sie direkt in ihren Lebenswelten anzusprechen. Gemeinsam mit den Jugendlichen wird er auch am Dienstag Reflexionsimpulse über Vorurteile geben und die Schulgemeinschaft zu Respekt und gegenseitiger Achtung ermutigen. Häufig kombiniert der sympathische Künstler die Inhalte seiner Workshops mit gruppendynamischen Elementen der HipHop-Kultur wie beispielsweise Breakdance oder Beatboxing. 2schneidig spricht Unsicherheiten der Schüler an und bestärkt sie in ihrem Selbstbewusstsein, sodass sie selbst wiederum mutig sein können, sich auch entgegen von Gruppenzwängen innerhalb ihrer Peergroup zu positionieren.

Rückmeldungen von Schülern, Lehrern und Sozialarbeitern bestätigen seit Jahren, dass Projekte mit 2schneidig durch ihre Emotionalität besonders nachhaltigen Eindruck hinterlassen und darüber hinaus mit viel Spaß verbunden sind. Für sein langjähriges und herausragendes Engagement ist Martin Rietsch mehrfach preisgekrönt. Das Bundesinnenministerium, der Deutsche Olympische Sportbund und der Verband Deutscher Sportjournalisten ehrten ihn beispielsweise mit dem Fair Play Preis in der Sonderkategorie Integration. Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière überreichte die Auszeichnung im Dezember 2014 in Dresden.

Weitere Infos unter www.2schneidig.com