Alte Post

Verfügung zum Erhalt der Alten Post erlassen – Stadt prüft zusätzlich Sofortmaßnahmen

Die Untere Denkmalschutzbehörde der Stadt Gießen hat nun die Eigentümer der „Alten Post“ per Verfügung aufgefordert, die nötigen Maßnahmen zum Erhalt und zur nachhaltigen Sicherung des denkmalgeschützten Gebäudes zu treffen. „Damit erhöhen wir – wie angekündigt - nochmals den Druck auf den Eigentümer zum Erhalt des Gebäudes“, so die zuständige Dezernentin Astrid Eibelshäuser: „Wir werden einen Verfall verhindern.“ Damit die Alte Post gegen widrige Witterungseinflüsse und vor allem eindringendes Wasser geschützt wird, sind nach Gutachten der Stadt rund 1,9 Mio Euro nötig – vor allem zur Sanierung der Fassaden und des Daches. Aber auch den bestehenden Brandschaden im Innern soll der Eigentümer beseitigen, verfügt der zehnseitige Bescheid der Denkmalbehörde. Der Eigentümer hat nun einen Monat Zeit gegen diese Verfügung per Widerspruch vorzugehen. Tut er dies nicht, ist die Verfügung vollziehbar: Dann müssen die Eigentümer binnen drei Monaten eine mit dem Denkmalschutz abgestimmte Planung zur Genehmigung vorlegen und binnen weiteren 9 Monaten alle Maßnahmen durchgeführt haben. Unabhängig davon prüft die Stadt in den nächsten Wochen, welche Maßnahmen noch in diesem Winter und darum dringlicher umgesetzt werden müssen, um die Alte Post vor weiter eindringendem Niederschlagwasser und daraus resultierenden Frost- und Fäulnisschäden an ihrer alten Substanz zu bewahren. Diese Sofortmaßnahmen zum Schutz sollen dann auch sofort umgesetzt werden – sonst droht den Eigentümern das, was bei den umgesetzten Sicherungsmaßnahmen für Passanten bereits geschehen war: Die Stadt wird – weil der Eigentümer nicht reagierte – selbst tätig. Die Kosten dafür wird die Stadt sich vom Eigentümer allerdings erstatten lassen.