Pressetermin im Philosophenwald

Förderung der Maßnahmen aus Mitteln der Hessischen Biodiversitätsstrategie

Baumpflegearbeiten

Der Philosophenwald in Gießen setzt sich aus sehr alten Eichen, Buchen und Kiefern zusammen. Manche Eichen sind 260 Jahre alt. Insbesondere die Altbäume sorgen für eine hohe Baumhöhlendichte und die damit verbundene Attraktivität für waldbewohnende Fledermausarten. „Der Philosophenwald ist damit eines, wenn nicht sogar das wertvollste Fledermausquartier in Mittelhessen!“, stellt Bürgermeisterin Weigel-Greilich bei einem Ortstermin im Philosophenwald am Dienstag fest.

Gleichzeitig hat die Stadt jedoch auch auf Grund der Lage und Frequentierung durch Erholungssuchende umfangreiche Verpflichtungen zur Besucherlenkung und Verkehrssicherung innerhalb des Waldes sowie zur angrenzenden Wohnbebauung bzw. Verkehrswegen. Nach den im Sommer erfolgten Verkehrssicherungskontrollen im belaubten Zustand sind nun Maßnahmen zur Herstellung der Verkehrssicherheit an insgesamt 10 Alteichen notwendig. Um diese Bäume weitestgehend als Höhlenbäume und damit für den Artenschutz erhalten zu können, müssen die Bäume mittels Seilklettertechnik zur Totholzentnahme, Kronenentlastung bzw. Kronenkappung bearbeitet werden. Hierdurch können die betreffenden Bäume als Quartierbäume zumindest mittelfristig gesichert werden.

Da für diese artenschutzfachliche aufwändige Sanierung beim Liegenschaftsamt keine Mittel zur Verfügung stehen, wurde beim Regierungspräsidium Gießen im Dezernat Naturschutz II, Leiter Gerhard Schulze-Velmede, eine Förderung aus den Mitteln der Hessischen Biodiversitätsstrategie beantragt. Diese wurde erfreulicherweise kurzfristig bewilligt.

 

Bild oben, v. l. n. r.: Baumpfleger Steinbichler mit Mitarbeiter, Bürgermeisterin Weigel-Greilich, G. Schulze-Velmede, K. Hemmersbach von Alt (Liegenschaftsamt)