Grundstück für Gefahrenabwehrzentrum auf dem Gelände des früheren US-Depots

Zum Bau des Gefahrenabwehrzentrums im ehemaligen US-Depot wollen die Stadt und der Landkreis Gießen eine gemeinsame Gesellschaft gründen. Eine entsprechende Beschlussvorlage haben Magistrat und Kreisausschuss jetzt auf den Weg gebracht. Der Vertragstext zur Gründung der Gesellschaft wird im November den beiden Parlamenten, Stadtverordnetenversammlung und Kreistag, zum Beschluss vorgelegt.

Das interkommunale Pilotprojekt „Gefahrenabwehrzentrum Gießen“ ist hessenweit einmalig. Es wird unter einem Dach die Gießener Berufsfeuerwehr, die Abteilung Gefahrenabwehr des Landkreises, ein Feuerwehrtechnisches Zentrum und die Zentrale Leitstelle für Rettungsdienst, Katastrophen- und Brandschutz vereinen. Stadt und Kreis versprechen sich durch die Zusammenarbeit hohe Synergieeffekte.

Die jetzt angebahnte Gesellschaft ist eine sogenannte „Innengesellschaft“; sie hat kein eigenes Vermögen und tritt nach außen nicht wirtschaftlich in Erscheinung. Vielmehr regelt sie die personelle und finanzielle Abwicklung der Bauphase und sorgt für eine gerechte Aufteilung der Kosten zwischen den beiden Partnern. Die Gesellschaft soll möglichst geringen zusätzlichen Aufwand verursachen und greift auf die beim jeweiligen Partner vorhandene Logistik zurück. Die Gründung der Gesellschaft muss außerdem von der Aufsichtsbehörde, dem Regierungspräsidium Gießen, genehmigt werden.

Wie Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz und Landrätin Anita Schneider betonen, werde damit die weitere Zusammenarbeit auf ein solides Fundament gestellt. Die jetzt zu Ende gehende Planungsphase sei ebenfalls mit einer Innengesellschaft organisiert worden, und dabei sei die Zusammenarbeit reibungslos verlaufen.

Nach jetziger Zeitplanung soll noch in diesem Jahr der Bauantrag für das Gefahrenabwehrzentrum gestellt werden. Baubeginn ist für Herbst 2018 vorgesehen.