Kraniche ziehen über Gießen - Okt. 2017

Naturschutzbehörde bittet um Rücksicht  - Hunde anleinen

Das großartige Schauspiel des Kranichzuges gen Süden ist auch bereits in diesem Jahr wieder in den Nachmittag- und Abendstunden über Gießen zu beobachten. Gießen liegt inmitten des Hauptfluggebiets über Deutschland und große Rastplätze befinden sich in der Lahnaue.

Der Zug der Vögel ist ein kraftraubendes Unterfangen. Jede Störung der fliegenden Vögel und jede Störung an den Rastplätzen kostet die Tiere viel Energie, die sie eigentlich dringend für ihren Weiterflug bis hin nach Afrika benötigen. Zum Schutz der Vögel ist es daher auch während der Vogelzugzeit verboten, Skybeamer (Himmelstrahler) zu betreiben oder mit Kleinflug- und Ultraleichtflugzeugen in die Nähe der Kranichformationen am Himmel zu fliegen.

An den Kranich-Rastplätzen an Land bittet die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Gießen Schaulustige, genügend Abstand zu halten. Am besten ist es, im Auto sitzen zu bleiben und die Tiere mit einem Fernglas zu beobachten. Natürlich dürfen in der Nähe der Vogel-Rastplätze keine Hunde frei laufen gelassen werden.

Aufgrund der Bemühungen des Naturschutzes und der Optimierung der Rastgebiete hat sich der Kranichbestand in den letzten Jahren wieder erholt, berichtet Sigrid Brühl von der Unteren Naturschutzbehörde: „Wir möchten nicht, dass durch unbedachtes Verhalten Einzelner dieser wunderschöne und symbolträchtige Vogel Schaden nimmt."