Logo Fachdialognetz für schwangere, geflüchtete Frauen

pro familia baut Fachdialognetz für schwangere, geflüchtete Frauen auf
Neues Modellprojekt des pro familia Bundesverbands zielt auf die Vernetzung von Fachkräften, die schwangere, geflüchtete Frauen in ihren ganz unterschiedlichen Bedarfen unterstützen. Das Fachdialognetz wird über drei Jahre vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert.

Vernetzung von Fachkräften
Mit dem Modellprojekt „Fachdialognetz für schwangere, geflüchtete Frauen“ verbindet pro familia Menschen, die schwangere, geflüchtete Frauen medizinisch behandeln, psychosozial beraten und im Rahmen der Flüchtlingsarbeit unterstützen.

In vielen Regionen Deutschlands gibt es zwar bereits zahlreiche Initiativen und Projekte der Flüchtlingshilfe, auch zur gesundheitlichen Versorgung. An koordiniertem Vorgehen fehlt es oft aber noch. In so komplexen Bereichen wie der psychosozialen Beratung und medizinischen Behandlung von schwangeren, geflüchteten Frauen arbeiten ganz unterschiedliche Akteur*innen wie niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, Krankenhausmitarbeitende, Hebammen, Mitarbeitende in Beratungsstellen, bei Migrationsdiensten, in der Jugendhilfe und im öffentlichen Gesundheitsdienst zusammen. Umso wichtiger ist es, diese miteinander zu vernetzen.

Angebote für schwangere, geflüchtete Frauen bündeln und verbessern
Durch die bereits bestehenden Initiativen und Angebote in der Flüchtlingshilfe verfügen die unterschiedlichen Akteur*innen bereits über Fachwissen, mit dem sie schwangere, geflüchtete Frauen behandeln und beraten. Dieses Wissen steht jedoch nicht allen Beteiligten gleichermaßen zur Verfügung. Zur Bündelung der Kompetenzen sollten fachspezifische Informationen für alle Handelnden zugänglich sein. .

Darum baut pro familia im Rahmen des Modellprojekts an acht Modellstandorten (Berlin, Bremen, Erfurt, Gießen, Hamburg, Karlsruhe, Leipzig, Mainz) Fachinformations- und Vernetzungsstellen auf. Die pro familia Fachkoordinatorinnen vor Ort identifizieren und bündeln bereits bestehende Hilfe- und Beratungsangebote für schwangere, geflüchtete Frauen und vernetzen Fachkräfte sowie ehrenamtlich Tätige in diesem Bereich.

Auf dem Weg des Fachdialogs, zum Beispiel in Form von Runden Tischen, Fachveranstaltungen und Kooperationen, können Angebote für schwangere, geflüchtete Frauen verbessert und den Betroffenen schneller zugänglich gemacht werden.

Webbasierte Wissensplattform unterstützt Beratungsarbeit
Mit Hilfe einer webbasierten Wissens- und Vernetzungsplattform erproben die Beteiligten digitale Werkzeuge der Vernetzung. Mittels Datenbanken für Fachakteur*innen und der Dokumentation von bestehenden Angeboten und Ansprechpersonen stellt die Plattform im Internet zudem umfangreiches Wissen zur Verfügung und erleichtert es Fachkräften, schwangere, geflüchtete Frauen besser und schneller zu unterstützen.

Fachdialognetz stärkt Recht auf sexuelle und reproduktive Gesundheit
Gemäß internationaler Vereinbarungen haben alle Menschen das Recht auf qualitativ hochwertige Informationen und Beratung für sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte.
Um schwangeren, geflüchteten Frauen hochwertige und barrierefreie Angebote zur Verfügung zu stellen, ist eine wissenschaftliche Grundlage erforderlich, um zu erkennen, was die betroffenen Frauen brauchen und wünschen. Wissenschaftliche Daten zum gesundheitlichen Zustand und der Versorgung schwangerer, geflüchteter Frauen in Deutschland stellen jedoch einen blinden Fleck dar.

Bisher gibt es keine empirischen Studien zum physischen Gesundheitszustand von Frauen im Asylverfahren, die Auskunft über notwendige Angebote für die Zeit der Schwangerschaft, der Geburt, im Wochenbett oder während der Stillzeit geben könnten.

Mit dem Fachdialognetz für schwangere, geflüchtete Frauen will pro familia zusätzliches Wissen für zukünftige Angebote und für notwendige Forschung auf diesem Gebiet sichern.

Fachdialognetz für schwangere, geflüchtete Frauen
Projektkoordinatorin: Carolin Jentzsch
Liebigstr. 9
35390 Gießen
Telefon:
0641 77122

Mobil:
0152 02603157

Fax:
0641 77574

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