Steinstraße 1981Das Nordviertel zwischen Bahn und Nordanlage, von der Marburger Straße bis zur Sudetenlandstraße, hat sich in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt. Zahlreiche Dinge sind verschwunden und drohen vergessen zu werden. Doch wenn man genau hinsieht und auf die Menschen hört und mit ihnen spricht, kann man manches erfahren, manches neu entdecken und vieles, was vergessen schien, wieder entdecken.

Bei dem Projekt sind wir unterwegs in der Nordstadt zwischen gestern, heute und morgen und stellen Fragen. Wie war es früher? Wie erleben Bewohner das Nordviertel heute? Was verbindet sie mit dem Stadtteil? Und wie wird es werden? Auf unterschiedlichen Wegen wollen wir den Stadtteil erkunden und auf verschiedene Arten betrachten, erleben und darstellen.

 

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Steinstraße 1981
Steinstraße 1981
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Hellmold und Plank - historische Annonce
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Carl Stückrath - Annonce von 1925
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Nordstadt - Plan aus 1890
Nordstadt - Plan aus 1890


Das geht nur mit den Menschen vor Ort. Denn wer könnte das besser als sie? Schließlich sind sie die Expert/innen für ihren Stadtteil. Um ins Gespräch zu kommen und einen Austausch in Gang zu bringen, findet am Dienstag, den 22. August um 17:00 Uhr eine Zusammenkunft in der Werkstattkirche statt, bei der auch schon erste Ergebnisse einer Foto-Exkursion/Foto-Safari präsentiert werden: Spuren ehemaliger Handwerke, Gewerbe und Geschäfte.

Bilddokumente können so diskutiert und mit den Erinnerungen der Nordstädter angereichert werden. Vielleicht finden sich mit den Erinnerungen noch weitere Bilder, Gegenstände oder anderes, was aus der Vergangenheit aufbewahrt wurde und nun gezeigt werden kann. Gesucht werden: Bilder, Dokumente, Gegenstände und Geschichten.

Denkbar sind im weiteren Jahresablauf Stadtspaziergänge, Diskussionen, „Erzählcafés“ oder andere Formate, alle mit dem Ziel, Geschichte und Geschichten, Bilder und Fotos aber auch Gegenstände und Objekte, die mit der Geschichte der Nordstadt verbunden sind, zusammenzutragen.

Das Vorhaben ist Bestandteil der Gemeinwesenarbeit der Werkstattkirche in der Nordstadt sowie des Stadt-Labor-Gießen und beeinflusst inhaltlich die Neuaufstellung und Gestaltung des Oberhessischen Museums. Dabei wird besonders Wert auf Alltagsleben gelegt, auf Dinge, Menschen und Geschichten, die bisher im Museum nicht vorgekommen sind. Die Ergebnisse wollen wir im kommenden Jahr in einer Ausstellung oder als Broschüre veröffentlichen und im Rahmen von verschiedenen weiteren Veranstaltungen präsentieren.

Kontakte:
Bärbel Weigand, Jugendwerkstatt Gießen, Gemeinwesenarbeit Werkstattkirche, Ederstraße 13, 35390 Gießen (Tel: 0641 39930179, mobil 0177 7988387, E-Mail: baerbel.weigand@jugendwerkstatt-giessen.de)
Dr. Ludwig Brake, Stadtarchiv, Berliner Platz 1, 35390 Gießen (Telefon: 0641 306-1540 und E-Mail: stadtarchiv@giessen.de)