Ernst Eimer - Selbstporträt

Vortrag am 25. Juli 2017 um 19.30 Uhr von Ulrike Kuschel M.A., Kuratorin der Sonderausstellung „Draußen das Leben – Der hessische Maler Ernst Eimer und die Heimat“,  im Rahmen des Begleitprogramms (Eintritt frei)

In der aktuellen Sonderausstellung des Oberhessischen Museums wird mit Ernst Eimer ein Künstler aus dem Vogelsbergkreis gewürdigt, ein Maler, der Zeit seines Lebens seiner Heimat tief verbunden war. Der auch heute aktuelle Begriff der Heimat wurde vor und während seiner Schaffensperiode vor allem in Abgrenzung zur wachsenden Industrialisierung heftig diskutiert und auch verklärt.

Ernst Eimer wuchs in bäuerlichen Verhältnissen in Groß-Eichen auf. Er entschied sich, Künstler zu werden – gegen alle Widerstände. Er verließ die Heimat, für seine künstlerische Ausbildung in Karlsruhe. Über die Motivwahl seiner Bilder blieb er der Heimat des Vogelsbergkreises verbunden. Er kehrte nach der Studienzeit nicht zurück, sondern lebte ein geteiltes Leben zwischen der Stadt und dem Land. Die Ausstellung vermittelt einen eindrucksvollen Überblick über Leben und Schaffen des Künstlers.

Mit dem Vortrag von Ulrike Kuschel werden einzelne Lebens- und Künstler-Phasen genauer beleuchtet und Einblicke gewährt, die die Kuratorin in der Vorbereitungszeit in vielen Gesprächen mit den Nachfahren und Familienmitgliedern Ernst Eimers gewinnen konnte. Sie lässt uns teilhaben an ihrem Wissen und ihren Erfahrungen, die Sie in der intensiven Vorbereitungszeit für die Ausstellung sammeln konnte und die sich in der Form nicht in der Ausstellung wiedergeben ließen.

Ulrike Kuschel studierte Kunstgeschichte, Musikwissenschaft und Pädagogik in Bonn und Berlin. Sie arbeitete als Ausstellungskuratorin sowie in verschiedenen kunst- und kulturhistorischen Projekten. Ein Schwerpunkt Ihrer Arbeit war der Aufbau des Roger Loewig-Archivs sowie die Mitwirkung an der Entstehung eines Museums für den Künstler in Bad Belzig. Die freiberufliche Kunsthistorikerin, Kuratorin und Lektorin lebt heute in Offenbach am Main.

Der Vortrag findet um 19.30 Uhr im Netanya-Saal des Alten Schlosses statt. Für Getränke ist gesorgt. Bereits ab 18 Uhr werden die Türen zur Sonderausstellung geöffnet. Im Anschluss an den Vortrag gibt es die Möglichkeit zum Austausch mit der Referentin.

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