Stadtfest Kirchenplatz

Neuigkeiten gibt es z. B. von der Bühne am Johannette-Lein-Platz: Die Macher dahinter, die Betreiber von „Gutburgerlich“ und ihr Team, haben sich in diesem Jahr entschieden, keine Bühne zu betreiben. Dennoch soll der Johannette-Lein-Platz beim Stadtfest von Freitag, 18. bis Sonntag, 20. August nicht leer bleiben: Dort werden die „Gutburgerlich“-Verantwortlichen erstmals ein Weindorf ausrichten. Und auch die Musik bleibt dort nicht ganz aus. Auf einer kleinen Bühne sollen verschiedene Singer/Songwriter die Besucher unterhalten.

Viele Gießener und Stadtfest-Fans dürfte auch ein weiterer Umstand freuen: Im vergangenen Jahr hatten die Veranstalter erstmals auf zwei Bühnen eine Spielzeit bis Mitternacht ausgetestet. Die Resonanz: Weitgehend positiv. Dies bedeutet: Auf allen Bühnen wird Freitag-und Samstagabend die Spielzeit verlängert. Die Live-Musik geht dort also jeweils bis Mitternacht.

Auch der „Ulenspiegel“ im Seltersweg wird nach Jahren der Pause wieder ins Stadtfest integriert. Dort wird am Sonntag, 20. August, die Sommerausgabe von „Mach(s) mit Gießen“ über die Bühne gehen. Die Reihe ist eine Zusammenarbeit der Initiative „Hausgemachtes“ und der Genossenschaft „raumstation 3539“. Ganz im Sinne von „Hausgemachtes“ darf hier jeder mitmachen, der etwas „Hausgemachtes“ ausstellen, vorführen oder verkaufen möchte. Von Kunst, Fotos, Schmuck, Kleidung, bis hin zu Akustik-Musik. Auch kulturelle und soziale Initiativen aus Gießen können sich hier der Öffentlichkeit vorstellen. Außerdem finden verschiedene Mitmach­Angebote wie Yoga, Workshops sowie Aufführungen statt. Zwar steht schon ein Teil des Programms, wer mitmachen möchte, kann sich aber noch unter der E-Mailadresse machsmitgiessen@gmx.de anmelden.

Neu beim Stadtfest ist auch die Wald & Wiese-Bühne an der Lahn in Höhe der Stadtwerke, die an Freitag und Samstag die Fans elektronischer Klänge begeistern soll. Nach der gelungenen Premiere im vergangenen Jahr gibt es darüber hinaus wieder die offizielle „Wald & Wiese“-Aftershowparty ab 23 Uhr in der Kongresshalle.

Bewährtes bleibt natürlich auch erhalten, und so bieten die sieben Bühnen beim Stadtfest wieder für jeden musikalischen Geschmack ein Angebot. Fest gesetzt sind dabei Publikumslieblinge wie die „KingKa“-Band am Samstagabend in der Plockstraße und die „SuperPhoniX“ zu gleicher Zeit auf der Bühne am Selterstor. Zahlreiche heimische Bands stehen ebenfalls wieder auf den Stadtfestbühnen – von „April Art“, „Make my Day“ und „Zementfabrik“ (Kirchenplatz, Freitag) über „Mother's Milk“, „Soliloquy“ oder „Cor Blimey“ (Selterstor, Freitag) bis hin zur beliebten „Big G“-OpenStage aus dem „Ulenspiegel“ (Sonntag, Selterstor) und „Lebendig“ (Samstag, Hand-in-Hand-Bühne Kaplansgasse) wird ein buntes Programm angeboten. Während das Bühnenprogramm auf dem dem Kirchenplatz am Samstagnachmittag im Zeichen des Sports stehen wird, ist der Sonntagmittag nach dem beliebten ökumenischen Gottesdienst, der musikalisch erstmals mit dem Gesangverein Jugendfreund aus Pohlheim ausklingt, den Kindern vorbehalten: Zu erleben ist das Theater Pikante mit dem Stück „Erbse & Alberta“, bevor sich „Bines Liedergarten“ öffnet. Der Sonntag findet Abschluss auf dem Kirchenplatz mit der Saxofon-Formation „Sister Gold“.

Drei Tage lang verwandelt sich die Gießener Innenstadt beim Stadtfest in eine große Open-Air-Musik-und Kneipenlandschaft. Für Viele ist es ein fester Termin im Kalender, bei dem Geselligkeit, gemeinsam feiern und Gießen mit ganz viel Musik und Kultur, sportlichen Wettkämpfen sowie einem breiten kulinarischen Angebot erleben im Fokus stehen. Von Freitag, 18., bis Sonntag, 20. August, feiert Gießen auf Einladung der Gießen Marketing GmbH mit dem Stadtfest eines der größten Feste Mittelhessens.

Aktuelle Informationen zum Stadtfest und das komplette Programm gibt es demnächst auf www.stadtfestgiessen.de sowie auf Facebook unter www.facebook.com/stadtfestgiessen.

 

„OK KID“ mit Heimspiel und einem kleinen Festival

OK KIDBereits berichtet haben wir über den Samstags-Headliner auf der großen Bühne am Kirchenplatz. Die Exil-Gießener von „OK KID“ kommen am zweiten Stadtfesttag zum Heimspiel. Und das Beste: Die Wahl-Kölner bringen noch drei befreundete Bands mit. Mit dabei sein soll auch eine Band aus Gießen. Via Facebook hatten „OK KID“ aufgerufen, Vorschläge einzureichen. Das Auswahlverfahren läuft.

Unter dem Motto „OK KID & friends“ laden die Exil-Gießener von „OK KID“ am Stadtfest-Samstag, 19. August, zu einem kleinen Festival innerhalb des Stadtfests. Und das Beste: Die Wahl-Kölner bringen noch drei befreundete Bands mit. Lange waren diese Bands geheim, jetzt steht die Auswahl fest. Mit dabei sind der Wiener Rapper Gerard und der Berliner Sänger und Produzent Liam X. Beide Acts verbindet mit OK KID jeweils eine enge Freundschaft. Zusammen mit Liam X haben die Gießener Jungs im Zuge der ARD-Sendung „Startrampe“ ein Cover des Udo Jürgens' Klassikers „Griechischer Wein“ produziert. Als Egon Holz unterstützt Schubert Liam X außerdem auf dessen Single „Herbst“. Mit Gerard gab es bereits mehrere Kollaborationen – sowohl auf den Alben des Wieners als auch auf den „OK KID“-Werken. „Und war es wichtig, nicht irgendwelche Acts mitzunehmen, nur weil sie bei der selben Plattenfirma sind wie wir“, so „OK KID“-Frontmann Jonas Schubert, „wir haben bewusst Acts ausgewählt, mit denen uns etwas verbindet und denen wir unsere Heimatstadt Gießen einmal zeigen möchten“. Doch das war „OK KID“ noch nicht genug: Auch eine derzeit angesagte Gießener Band sollte dabei sein. Bei der Auswahl ließen sich die Musiker helfen: Via Facebook-Umfrage ermittelten sie die heißesten Gießener Acts. Die Wahl fiel letzten Endes auf den Rapper Zampano, der derzeit gemeinsam mit seinem musikalischen Wegbegleiter Raúl die heimische Szene aufmischt. Zampano war gerade mit seiner Crew bei einem Videodreh, als ihn der Anruf von „OK KID“-Drummer Raffael Kühle erreichte, dass die Wahl auf ihn gefallen sei. „Diese Chance, gemeinsam mit OK KID beim Stadtfest zu performen ist definitiv einer der größten Steps bisher. Ich freue mich über jeden der unsere Arbeit, unsere Liebe zur Musik und unser Talent anerkennt und unterstützt! Dass dieser Support nun sogar von der Gießener HipHop-Koryphäe schlechthin kommt, freut mich als HipHop-Künstler natürlich umso mehr“, fasst es Zampano, mit bürgerlichem Namen Alexandar Dikomeit, zusammen.

 

OK KIDOK KID

Mit „OK KID“ kehrt eine der Durchstarterbands nach Gießen zurück, die hier ihre Wurzeln hat. 2016 meldeten sich „OK KID“ drei Jahre nach ihrem Debüt, nach ausverkauften Hallentourneen und zahlreichen Festivalauftritten mit ihrem zweiten Album „Zwei“ zurück. Dabei ist „Zwei“ eine konsequente Weiterentwicklung, denn „Zwei“ ist keine Großstadtplatte, kein Beklagen der Vielfalt mehr. Kein Pathos. Kein Sich-Selbst-Verlieren. Die ehemaligen Klassensprecher der Generation Y haben auf „Zwei“ ihren Abschluss gemacht, augenzwinkernd die Ego-durch die Vogelperspektive eingetauscht, und den emotionalen Schleudergang des Erstlings durch Haltung und Meinung beendet. Der Genre-Grenzgang von „OK KID,“ seit jeher Stilmittel und Zankapfel zugleich – ist das Indie, Pop oder Rap? -wird auf „Zwei“ konsequenter denn je vollzogen. Mehr noch: Er strotzt vor Selbstvertrauen, Zeitlosigkeit, Wagemut, Detailverliebtheit, Pop, Zukunftsmusik und Wucht.

Gerard
© www.kidizin.com 
Gerard

Würde jeder einzelne Mensch seine wahre Leidenschaft entdecken und diese ab sofort jeden Tag bedingungslos ausleben, dann hätten wir eine „Neue Welt“. Genau das ist die gesellschaftliche Utopie, die der Wiener Rapper Gerard auf seinem neuen Album zeichnet. Zwei Jahre nach seinem Geheimtipp „Blausicht“ kehrt Gerard mit einer zukunftsweisenden Platte zurück, die das Leben im Moment zelebriert. Während zuletzt der experimentelle, globale Beat-Untergrund als musikalischer Ausgangspunkt herhalten konnte, ist der Sound diesmal eher bei der zeitgenössischen, innovativen Popmusik von Bands wie „Bilderbuch“ oder Miike Snow anzusiedeln. In eine Genre-Schublade pressen lässt sich das Ergebnis trotzdem nicht mehr.

Liam XLiam X

Der Berliner selfmade-Künstler Liam X steht für eine MIschung aus luftigem Future-Pop, DubStep und Electro Soul. Damit schielt der Berliner mit seinem eigenen Label „Lieben alle“ soundmäßig in Richtung UK. In Liams Songs finden eingängige Melodien mit abseitiger Elektronik und Club-Pathos zusammen. Am Ende steht ein eingängiger, aber nicht anbiedernder Mix, der zeitgemäß daherkommt und trotz deutscher Texte nach internationaler Popbühne klingt.

Zampano RaulZampano

Zampano steht für HipHop. Für HipHop als Kulturform, die einst mehr bedeutete als reinen Konsum. Schon als Kind versuchte er sich im Breakdance und Sprühen, doch fand seine Disziplin letztlich im Rap. Angetrieben durch den frühen Tod seines Vaters schrieb er seine Gefühle, Erlebnisse und Visionen auf und machte sie zu Songs. Darin fand er seine eigene Art Negatives in etwas Positives zu verwandeln. Das Wissen, dass in jeder Scheiße die passiert etwas Gutes zu finden ist, treibt ihn an. Dieses Gefühl versucht er mit seiner Musik zu vermitteln. Das ist sein HipHop. Zusammen mit seinem langjährigen Freund und Wegbegleiter Raúl steht er aktuell mit der neuen EP „Los Dos“ in den Startlöchern, die durch ihr Wechselspiel von harten Rap-Passagen mit süßen und eingängigen spanischsprachigen Gesangsparts und einem luftigen Elektro-Sommersound gefällt.