Festival der Kulturinitiative Gießen am 9. und 10. Juni im Europaviertel

Sommerzeit heißt auch Open-Air-Festivalzeit – das gilt auch für Gießen! Aus diesem Grund lädt die Kulturinitiative Gießen (KiG) nach zweijähriger Pause zu ihrem beliebten Sommerfest „Ya Hozna“ ein und setzt diesmal gänzlich auf das musikalische Potenzial der Universitätsstadt. An zwei Tagen – am Freitag, 9. Juni, und am Samstag, 10. Juni – sorgen nämlich ausschließlich Bands aus den Reihen der KiG auf der Festivalbühne auf dem KiG-Parkplatz im Europaviertel (Netanyastraße) für ein abwechslungsreiches Konzertprogramm. Insgesamt acht Musikformationen bieten an beiden Abenden (Freitag ab 19 Uhr, Samstag ab 18 Uhr) eine stilistische Bandbreite, die von Pop und Rock über Metal, Blues und Funk bis hin zu Chanson und Weltmusik reicht. Ergänzt wird das Samstagsprogramm vorab durch eine Open Stage am Nachmittag ab 16 Uhr.
Der Eintritt ist wie gewohnt frei.

Marspol Promo 2017
© Timo Barwitzki 
Zum Auftakt am Freitag (9. Juni) betreten „Billi & die Müllmafia“ die Bühne. Die Formation um die Sängerin Sibylle Kegelmann (Billi) nimmt sich in ihren rockigen und chansonhaften, deutschsprachigen Liedern die Höhen und Tiefen des Alltags, aber auch sonstige brisante Themen oder seltsame Marotten vor und rundet das Ganze mit einigen Coversongs ab. Anschließend wird Blues in authentischer Weise und in seine verschiedenen Ausprägungen zelebriert: Die Burkhard Mayer Bluesband um den namensgebenden, in Gießen bestens bekannten Gitarristen und die Sängerin Sigrun Bepler macht vor Slow-Blues, Jazz-Blues, Country-Blues oder Rock-Blues nicht Halt und interpretiert die Songs in der Tradition der alten Meister wie B.B. King, Muddy Waters, Bessie Smith oder Howlin Wolf. Mit „Marspol“ steht eine junge Gießener Band in den Startlöchern, die sich derzeit mit ihrem Indie-Rock/Pop mit Alternative-Einschlag und deutschsprachigen Texten eine große Fangemeinde erspielt. Sphärische Keyboardsounds treffen auf weite und offene Gitarren, packende und groovige Rhythmen auf Ohrwurm-Melodien und mehrstimmigen Gesang. Damit haben die Jungs das Publikum bereits als Vorgruppe von Mark Forster bei dessen Konzert im Schiffenberger Tal (2016), aber auch bei „Lahnau rocks for Benefit“, beim Schlossgrabenfest Darmstadt oder beim Hessentag in Rüsselsheim überzeugt. Die musikalische Reise zum Abschluss des ersten „Ya Hozna“-Abends geht in den westafrikanischen Senegal: Die Band „Afro Kunda“ präsentiert im akustischen Sound Eigenkompositionen, die in der Heimat des Sängers Fallou Sy, der auch mit meisterlichem Spiel auf der afrikanischen Fulani-Flöte und auf der Djembe punkten kann, verwurzelt sind. Unterstützt wird er dabei für einen mitreißenden afrikanischen Groove von Musikern aus dem Senegal, Deutschland (darunter auch Peter Herrmann und abermals Burkhard Mayer) und Sierra Leone.

Shadowpainter - BandfotoDer „Ya Hozna“-Samstag (10. Juni) startet ab 16 Uhr mit einer Open Stage (offenen Bühne), auf der sich Musiker und Musikerinnen spontan präsentieren dürfen oder einfach zusammen losjammen können. Als erste Band des regulären Programms legt am Samstag ab 18 Uhr die „Idiocracy Band“ los. Danach laden die „Movietones“ zu einer musikalischen Zeitreise durch Film und Fernsehen ein: Bekannte und weniger bekannte Titelsongs von Filmklassikern der 60er bis hin Gegenwarts-Hits – darunter beispielsweise James Bond, „Mission Impossible“, „Game of Thrones“ oder Pippi Langstrumpf – werden virtuos in einer Mischung aus Funk, Jazz, Blues und Rock interpretiert. Mit härteren Klängen legen „Shadowpainter“ nach. Das bereits seit 1995 bestehende Trio hat sich dem progressiven Rocksound verschrieben, der im Grunge und Alternative Rock der 90er Jahre verwurzelt ist, aber diesen mit modernen Elementen aus Metal, Emo und Punk aufmischt. Zum Finale betritt die Coverband „Moregain“ die Bühne. Das Sextett setzt ganz auf erdigen, gitarrenlastigen Bluesrock, Southern Rock und Classic Rock und huldigt solchen Genregrößen wie Lynyrd Skynyrd, Joe Bonamassa, Jonny Lang, Van Zant, Paul Rodgers oder Kenny Wayne Shepherd.