Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller trägt sich in Goldene Buch der Stadt Gießen ein

Auf Einladung des Literarischen Zentrums Gießen, in Kooperation mit dem Kulturamt der Stadt Gießen und dem Institut für Germanistik der Justus Liebig Universität, las die Autorin Herta Müller am Dienstagabend in der ausverkauften Uniaula aus ihrem Lebenswerk und trug sich im Anschluss in das Goldene Buch der Stadt Gießen ein.

Es war der erste Besuch von Herta Müller in Gießen seit ihr im Jahr 2009 der Literaturnobelpreis verliehen wurde. Neben der Lesung aus ihren Werken „Niederungen“, „Mein Vaterland war ein Apfelkern“ und „Atemschaukel“ gab Herta Müller Einblicke in ihr Schaffen, ihre Geschichte in Rumänien und Deutschland, ihr Engagement für verfolgte Schriftsteller/-innen und ihre Erfahrungen mit Diktatur und Unterdrückung in ihrem Herkunftsland Rumänien. Durch den gastgebenden Germanistikprofessor Günter Oesterle entstand ein lebhafter Dialog mit der Autorin, welcher von den 430 Zuhörern in der Uniaula gespannt verfolgt wurde.

Nach kurzweiligen 90 Minuten würdigte Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz Herta Müller als „große Künstlerin der Worte“ und freute sich, dass sich die Autorin ins Goldene Buch der Stadt Gießen eintrug.