Mann mit Rasenmäher bei der Gartenarbeit

"Frühlingserwachen: Pflanzen sprießen, Blumen blühen und viele Tiere und auch der `Gartenmensch` sind aktiv, aber nicht immer zur Freude der Nachbarn", stellt Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich fest. Mit Beginn der Gartensaison kann das Gartenidyll nachhaltig gestört werden, wenn beim Rasenmähen und Feuermachen keine Rücksicht genommen wird. In der Gartenbroschüre, herausgegeben vom Amt für Umwelt und Natur der Stadt Gießen "Was ist erlaubt und was ist verboten" ist viel wissenswertes zu diesem Thema zu finden.

Mit der Ruhe im eigenen Garten ist es dann vorbei, wenn ein Nachbar seinen Rasenmäher in Betrieb nimmt. Neben dem Rasenmäher können auch viele andere Gartengeräte zu einem echten Ärgernis in Sachen Lärm werden. Das hat auch der Gesetzgeber erkannt und daher die alte Rasenmäherlärm-Verordnung durch die allgemeiner gefasste Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung ersetzt.

Allerdings greift die Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung nur in bestimmten Gebieten. Vor allem Wohngebiete werden hierdurch gegen übermäßigen Lärm durch Gartengeräte abgesichert. Von der Verordnung ausgeschlossen sind hingegen Gebiete, in denen allgemein das Lärmaufkommen höher ist und die keiner besonderen Lärmschutzmaßnahmen bedürfen – zum Beispiel In Mischgebieten, Kerngebieten, Dorfgebieten und sonstigen Sondergebieten kommt sie ebenfalls nicht zur Anwendung. Für bestimmte Geräteklassen sind die Einschränkungen restriktiver, um der Mittagsruhe Rechnung zu tragen. So dürfen zwischen 13 und 15 Uhr Freischneider, Grastrimmer, Graskantenschneider, Laubbläser und Laubsauger nicht betrieben werden.

Das Verbrennen von Gartenabfällen ist nur außerhalb bebauter Ortsteile (Außenbereich) und dann auch nur ohne Rauch- und Geruchsbelästigung erlaubt. Außerdem besteht eine Anzeigepflicht beim Ordnungsamt, die schriftlich zwei Werktage vorher beantragt werden muss. Besser als das Verbrennen ist allerdings das Kompostieren der pflanzlichen Abfälle im eigenen Garten bzw. die Nutzung der kostenlosen Abfuhr des angefallenen Schnittgutes, empfiehlt das Umweltamt.

Die nächste Abholung von gebündeltem Astwerk erfolgt durch das Stadtreinigungsamt erst im November. Jederzeit können Schnittgut und sonstige Gartenabfälle auch beim Abfallwirtschaftszentrum in der Lahnstraße 220 angeliefert werden (Öffnungszeiten: Mo – Fr 8 - 12:15 und von 13 -17 Uhr, Sa 9 -12 Uhr). Zweimal jährlich ist das kostenlos möglich. Die Mengenbegrenzung liegt bei einer Kofferraumladung mit ca. 0,5 cbm.

Weiterhin besteht die Möglichkeit, Grünabfallsäcke zu nutzen und jeweils am Abfuhrtag der grünen Bioabfall-Tonne (wöchentlich) von der Stadtreinigung abholen zu lassen. Sie sind für 1 € pro Stück im Stadtbüro des Rathauses erhältlich.

Das Gartenmerkblatt und weitere Infos rund um die Lärm- und Geruchsbelästigungen im Garten, auch in Russisch und Türkisch, finden Sie hier. Es ist auch im Umweltamt erhältlich.

Das Amt für Umwelt und Natur, Frau Lorengel, berät Sie gerne (Telefon 0641 306-2113).