Spatenstich Stadtacker in der Wieseckaue

Im Stadtpark Wieseckaue entsteht durch eine Kooperation der Stadt Gießen mit der Klatschmohn Naturkost GmbH ein Stadtacker für Wildblumen und Sommergetreide.

Auf Anregung von Georg Rieck, Inhaber und Geschäftsführer von Klatschmohn Naturkost, werden auf drei 50 Meter langen und fünf Meter breiten Streifen eine Mischung aus Emmer-, Dinkel-, Einkorn- und Klatschmohn-Samen eingesät. Die Aktion ist ein symbolischer Akt, um auf die Bedrohung des Wildblumenbestandes durch unüberlegte menschliche Eingriffe in unser Ökosystem -wie z.B. der Einsatz von Glyphosat- aufmerksam zu machen und auf die wichtige Rolle der Acker-Wildblumen als unverzichtbarer Bestandteil der Biodiversität hinzuweisen.

Stadtacker Wieseckaue
Stadtacker Wieseckaue Randstein

Die Wahl des Klatschmohns zur Blume des Jahres veranlasste die Klatschmohn Naturkost GmbH zu dieser Initiative, zu der auch eine Verteilaktion von Gratis-Klatschmohn-Samentütchen in der Gießener Innenstadt zählte. Bürgermeisterin Weigel-Greilich betonte zudem, dass neben der wichtigen inhaltlichen Botschaft, die der Stadtacker vermittle, auch den Besuchern des Stadtparks wieder etwas neues geboten werde.

Klatschmohn - Blume des Jahres 2017

Mit seinen knallroten Blüten steht der Klatschmohn in Getreidefeldern und zeigt an, dass Sommer ist! Die Hamburger Loki Schmidt Stiftung hat die Ackerwildpflanze jetzt zur Blume des Jahres 2017 gekürt. Denn mit der Sommerromantik, die viele Menschen aus ihrer Kindheit kennen, könnte bald Schluss sein. Ackerwildblumen gehen nämlich zunehmend verloren, weil ihnen der Lebensraum fehlt. „Der Klatschmohn steht in diesem Jahr für viele andere bedrohte Ackerwildpflanzen und damit stellvertretend für den Verlust der bunten Vielfalt im Landbau“. Jede zweite Ackerwildkraut-Art steht auf der Roten Liste, auch der Klatschmohn als Überlebenskünstler, denn Glyphosat ist sein ärgster Feind.

Bild oben: Petra Rieck, Ludwig Wiemer, Gerda Weigel-Greilich und Georg Rieck