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Heiz-Check der Verbraucherzentrale spürt Energieverluste auf

Die Energiepreise und damit die Heizkosten sind aktuell ungewöhnlich niedrig – eine willkommene finanzielle Entlastung für viele Verbraucher. Dabei können in vielen Fällen die Kosten aber sogar noch deutlich stärker gesenkt werden. Denn viele Heizsysteme laufen ineffizient, verbrauchen also ständig mehr Energie als notwendig. „Diese Schwachstellen deckt der Heiz-Check der Energieberatung der Verbraucherzentrale auf“, so Susanne Pertermann, Leiterin der Beratungsstelle Gießen der Verbraucherzentrale Hessen. Der Heiz-Check ist ein Angebot für alle privaten Verbraucher, die z.B. einen Gas-, Öl- oder Holzheizkessel, eine Fernwärmestation oder eine Wärmepumpe zuhause haben. Termine für den Heiz-Check können unter der kostenlosen Nummer 0800 – 809 802 400 gebucht werden. Der Heiz-Check wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert, so dass die Kostenbeteiligung nur 40 Euro beträgt. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis ist der Heiz-Check kostenlos.

Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de.

„Leider halten viele Heizungsanlagen bei der Effizienz nicht, was sie versprechen“, erläutert Beate Barczyk, Energiereferentin der Verbraucherzentrale. „Schön warm wird die Wohnung dann zwar, der Verbrauch ist aber höher als erwartet. Und für die Besitzer der Anlage fallen überflüssige Kosten an, bei einem Einfamilienhaus manchmal bis zu 150 Euro im Jahr.“

Häufig sind gar keine großen Investitionen erforderlich, um die Anlage wieder flott zu machen. „Oft muss nur das Zusammenspiel aller Anlagenkomponenten verbessert werden, zum Beispiel mit einem sogenannten hydraulischen Abgleich oder Regelungseinstellungen“, erklärt Barczyk und ergänzt: „Welches Optimierungspotenzial die jeweilige Anlage genau hat, finden unsere Berater bei einem Heiz-Check heraus.“

Der Heiz-Check besteht aus zwei Besuchen des Energieberaters an aufeinanderfolgenden Tagen. Zwischen den Terminen zeichnen Messgeräte wichtige Systemtemperaturen auf. Zudem werden der Dämmstandard von Rohren und Armaturen überprüft. Der Energieberater erfasst auch das Alter und die Dimensionierung des Systems, den Verlauf der Raumtemperatur und den Vorjahresverbrauch. Schließlich werden alle Komponenten der Anlage, etwa Kessel, Warmwasserspeicher, Mischer und Ventile, in Augenschein genommen.

Wenig später erhält der Verbraucher per Post einen Bericht mit der Gesamteinschätzung zum Heizsystem und Empfehlungen, wie es sich optimieren lässt.

 

06.02.2017 
Quelle: Verbraucherzentrale Hessen