Bahnhof Gießen Neu
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Um die Nutzung zu verbessern und die Verkehrssicherheit der historischen Treppe am Bahnhof zu erhöhen, hat die Stadt neue Handläufe im oberen Teil der Treppe angebracht. Diese verlängern nun die vorhandenen Stützen der Sandsteinbalustrade und sind mit dem bereits vorhandenen Geländer verbunden. Die Maßnahme geht auf eine Anregung des für die Stadt zuständigen Kommunalversicherers zurück, der Gefahrenquellen für die Verkehrssicherheit festgestellt hatte. Insbesondere für ältere Menschen sei, so die Einschätzung, an dieser Stelle eine geeignete Führung am Rand der Treppe wichtig.

Zusätzlich sollen Hinweisschilder angebracht werden, die auf die Sturzgefahr aufgrund des schlechten Zustands der historischen Treppenanlage hinweisen und die eine Befahrung der Rampe mit dem Fahrrad zum Schutz der Fußgänger unterbinden. Diese Beschilderung werde demnächst aufgestellt, kündigte Stadtrat Peter Neidel an. „Mit diesen Sofortmaßnahmen möchten wir vermeiden, dass es zu Schadensfällen kommt“, erklärte der Dezernent. Gleichzeitig werde dieser Zustand jedoch keiner von Dauer sein, so Neidel. „Wir wollen die bisher aufgeschobene Sanierung der Treppe angehen und durch die Installation einer Aufzugsanlage am Steg auch einen barrierefreien Zugang vom Bahnhof in Richtung Frankfurter Straße schaffen.“ Dies werde unter Abstimmung mit den Denkmalbehörden nun vorbereitet. „Erste Gespräche mit dem Ziel der Sanierung der Bahnhoftreppe haben mit den zuständigen städtischen Ämtern und auch der oberen Denkmalschutzbehörde bereits stattgefunden“, so Neidel weiter.

Ab Mitte Januar werden zunächst routinemäßige Bauwerksprüfungen von einem Statikbüro durchgeführt, die den Zustand des Bauwerkes erfassen. Das vor Jahren bereits erstellte Sanierungskonzept muss dann mit den Fachleuten an den baulichen Zustand des Treppenbauwerkes angepasst und fortgeschrieben werden. Für die Planung einer barrierefreien Aufzugsanlage wird die Stadt sich an der in der Praxis bewährten Aufzugsanlagen der Deutschen Bahn AG orientieren.